Martin Luther King jun.
Malcolm X
Jesse Louis Jackson
Ralph David Abernathy
Huey P. Newton
Black Panther Party


Martin Luther King jun.

Martin Luther King wurde am 15. Januar 1929 in Atlanta, im Bundesstaat Georgia, geboren. Nachdem er aus einer Familie von Baptistenpfarrern entstammte, besuchte er das theologische Seminar in Chester (Pennsylvania). Er interessierte sich sehr für die Philosophie von Mahatma Gandhi. Es war die Philosophie des gewaltlosen Widerstandes, die er sein Leben lang befolgte. Nach dem ersten Seminar in Chester, das er als Klassenbester absolvierte, wechselte King 1951 an das Crozen Theological Seminary in Boston, wo er 1955 seinen Abschluss machte. Während seines Studiums in der großen Stadt, lernte er die Musikstudentin Coretta Scott kennen, mit der er 1953 in den heiligen Bund der Ehe eintrat, aus dem 4 Kinder entsprangen. Im Jahr darauf bekam Martin Luther King eine Stelle als Pastor in der Dexter Avenue Baptist Church von Montgomery (Alabama).
Martin Luther King erkannte die Unterdrückung der Schwarzen durch die Weißen schon sehr früh und er wollte dies nicht widerstandslos hinnehmen. Im Dezember 1955 wude die Schwarze Rosa Parks verhaftet, weil sie ihren Sitzplatz nicht einem weißen Fahrgast überlassen wollte. Diese Geschichte führte zum Busboykott von Montgomery. King wurde zum Führer der 382 Tage dauernden Aktion gewählt. Diese Kampagne führte zum Stillstand der städtischen Verkehrsmittel und fand eine große Anzahl von Anhängern. Während dieser Aktion wurde King verhaftet, sein Haus in die Luft gesprengt und er musste mehrere Morddrohungen hinnehmen.
Der Montgomery - Busboykott führte 1956 zu einem Erlass des Obersten Gerichtshof, der die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln untersagte.
Im Süden der Vereinigten Staaten bildeten schwarze Kirchenmänner die Southern Christian Leadership Conference (SCLC) und wählten Matin Luther King zu ihrem Präsidenten. Diese Bewegung schaffte die Grundlage des Civil Rights Movement.
1960 wechselte er von der Stelle als Pastor in Montgomery zu seinem Vater nach Atlanta als Kopastor an der Ebenzer Baptist Church. Er wurde immer engagierter und organisierte zahlreiche Aktionen für die Wahlbeteiligung der Schwarzen und gegen Rassentrennung. Während dieser Zeit wurde er trotz des gewaltlosen Widerstandes mehrmals festgenommen. Am 28.8.1963 hielt er seine berühmte Rede "I Have a Dream" und bekam 1964 den Friedensnobelpreis. Am 2.6.1964 unterzeichnete Präsident Johnson das Bürgerrechtsgesetz, das die Rassentrennung endgültig untersagte.
Am 4.4.1968 wurde Martin Luther King von dem rechtsradikalen James Earl Ray erschossen. Dieser wurde ein Jahr später zu 99 Jahren Zuchthaus verurteilt.

Inschrift seines Grabmals in Atlanta:
FREE AT LAST, FREE AT LAST
THANK GOD ALMIGHTY I'M FREE AT LAST

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Malcolm X

Malcolm X wurde am 19.5.1925 in Omaha, im Bundesstaat Nebraska, mit dem Namen Malcolm Little geboren. Sein Vater, Earl Little, war ein Baptistenpfarrer und Mitglied der Universal Negro Imrovement Association (UNIA), die von Marcus Aurelius Garvey gegründet wurde. Malcolms Mutter, Louise Little, wurde in Grenada geboren. Malcolm Little war das siebte Kind seines Vaters. Er hatte noch zwei Halbschwestern und einen Halbbruder.
Malcolms Vater wurde oft vom Ku Klux Klan schikaniert und 1931 von einem weißen Rassisten ermordet und Malcolms Mutter wurde in eine Psychiatrie eingeliefert. Malcolm wurde zu einer anderen schwarzen und später zu einer weißen Familie geschickt. Als er fünfzehn war, zog er mit seiner Halbschwester nach Boston ohne einen schulischen Abschluss gemacht zu haben. Dort übernahm er viele kleine Jobs und kam mit der Kriminalitätsszene in Verbindung. Nach 1 ½ Jahren in Boston ging er nach Harlem in New York. Sein Geld verdiente er mit kleinen Diebstählen und Arbeiten für Zuhälter.
1946 wurde Malcolm Little im Alter von 21 Jahren bei einem Raubüberfall festgenommen und bekam 10 Jahre Haft.
Während der Zeit im Charleston State Prison lernte er die Lehren des Islam kennen und schrieb zahlreiche Briefe an Elijah Muhammad, dem Führer der Black Muslims. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis 1952, hielt er zahlreiche Reden, die oft als Offensive gegen die Weißen gehalten wurden. Unter Einfluss von Elijah Muhammad nannte er sich ab sofort Malcolm X.
1958 lernte er das Mitglied der Black Muslim Movement, Betty X. Even, kennen, die er später heiratete.
Nach der Ermordung von Präsident John F. Kennedy 1963, verordnete Muhammad allen Brüdern und Schwestern der Vereinigung keine Kommentare an die Zeitung abzugeben. Doch als Malcolm X in der Zeitung zitiert war, wurde er für 90 Tage ausgeschlossen.
Unter dem Einfluss von Cassius Clay (Muhammed Ali), verließ Malcolm X die Black Muslims und gründete seine eigene Protestgruppe, die Organisation of Afro-American Unity (OAAU). 1964 pilgerte Malcolm nach Mekka und nannte sich ab sofort Al Hajj Malik al-Shabazz. Am 21.2.1965 wurde Malcolm Little alias Malcolm X alias Al Hajj Malik al-Shabazz angeblich von Black Muslims ermordet.
Er hinterließ eine Frau (Betty X alias Betty Shabazz) und vier Kinder (Attilah, Qubilah, Ilyasah und Amilah).

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Jesse Louis Jackson

Jackson wurde 1941 in Greenville, im amerikanischen Bundesstaat South Carolina, geboren und trat schon in jungen Jahren der Bürgerrechtsbewegung bei. Schon bald war er die wichtigste Führungspersönlichkeit neben Martin Luther King. Er studierte in Chicago Theologie und übernahm 1966 die Leitung der Operation Breadbasket, einem Projekt zur Unterstützung von Schwarzen. Diese Bewegung strebte die Gleichberechtigung in wirtschaftlichen Betrieben an, damit auch Schwarzen in Firmen angenommen wurden.
Jesse Louis Jackson wurde 1968 zum Baptistenpfarrer ernannt und gründete 1971 die Bürgerrechtsbewegung People United to Save Humanity (PUSH). Diese Bewegung hatte die gleichen Ziele, wie die Operation Breadbasket.
Trotz Armut und einer Kindheit ohne Vater wurde Jackson der wohl mächtigste und bekannteste Kämpfer der Gleichberechtigung in Amerika.
1984 und 1988 bewarb er sich um die Präsidentschaftskandidatur, bei denen er scheiterte. Aber immerhin belegte er im Vorwahlkampf 1988 mit sieben Millionen Stimmen den zweiten Platz der sieben demokratischen Bewerbern hinter Michael Dukakis.
Jesse Louis Jackson befreite in den letzten fünfzehn Jahren mehrere hundert Geiseln aus politischer Haft:

· 1984 Befreiung des Luftwaffenpiloten Roleut Goodman Jr. Aus syrischer Haft
· Entlassung von fünfzig Amerikanern und Kubanern aus kubanischer Gefangenschaft unter Fidel Castro
· 1990 überredete er Saddam Hussein dazu, 500 gefangengenommene Ausländer aus dem Irak ausreisen
   zu lassen

Jesse Louis Jackson ist seit 1963 verheiratet und hat drei Söhne und zwei Töchter.

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Ralph David Abernathy

Abernathy wurde am 11 März 1926 in Linden, im amerikanischen Bundesstaat Alabama, geboren. Er war ein schwarzer amerikanischer Baptistenpfarrer und Führer der schwarzen Bürgerrechtsbewegung.
Aus der Zusammenarbeit mit Martin Luther King entstand 1955 die Montgomery Improvement Association. Der Busboykott von Montgomery 1955 galt als Beginn der Civil Rights Movement, die in den folgenden zwei Jahrzehnten für die Aufhebung der Rassentrennung verantwortlich waren. 1957 gründeten Ralph David Abernathy und Martin Luther King die Southern Christian Leadership Conference (SCLC) mit King als Präsident und Abernathy als secretary - treasurer. Sie organisierten den gewaltlosen Widerstand gegen Rassentrennung im ganzen Süden. King und Abernathy waren öfters wegen zivilen Ungehorsams inhaftiert.
Mit Kings Ermordung 1968 bekam Abernathy die Stelle als Präsident der SCLC und führte im April 1969 einen Protestmarsch in Memphis (Tennessee) an, der zur Unterstützung eines Streiks der Müllmänner beitrug.
Nach seiner Resignation als Präsident der SCLC, setzte Abernathy seine Tätigkeit als Baptistenpfarrer in Atlanta (Georgia) fort.
1989 wurde seine Biographie, And the Walls Came Tumbling Down (und die Mauern stürzten ein), veröffentlicht. Ralph David Abernathy starb am 17 April 1990 in Atlanta.

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Abernathy


Huey Percy Newton

Newton kam 1942 in Oak Grove, im amerikanischen Bundesstaat Louisiana, auf die Welt und wuchs in Oakland (Kalifornien) auf.
Auf dem Merrit College gründete er 1966 zusammen mit Bobby Seale die Black Panther Party. Diese entstand auf Grund der Brutalität und Rassismus der Polizei. Während der 60er Jahre zählten die Panther 2000 Mitglieder in verschiedenen Städten. Huey P. Newton starb 1989.

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Newton


Black Panther Party

Die Black Panther Party war die stärkste politische Bewegung für soziale Veränderungen in den Vereinigten Staaten seit 1776 und dem Bürgerkrieg der 60er. Sie war bewaffnet und propagierte den Aufstand der schwarzen Massen für Gleichheit, Gerechtigkeit und Freiheit. Der Idealismus der Partei war derart radikal, dass er als große Gefahr gesehen wurde und damit unterging.
Die Black Panther Party wurde von Huey P. Newton und ein paar seiner alten Freunde im Oktober 1966 gegründet. Der schwarzen Panther wurde als Symbol der Stärke verwendet. Die schwarzen Bürger Amerikas waren trotz der Abschaffung der Sklaverei nach dem Bürgerkrieg immer noch Außenseiter der amerikanischen Gesellschaft und man wollte etwas dagegen unternehmen.
Huey P. Newton wurde im Oktober 1967 in einer Schießerei verletzt, verhaftet und des Mordes an einem Offizier beschuldigt. Schwarze sowie Weiße taten sich zusammen um "Free Huey !" zu rufen.
Es wurden etliche ähnliche Organisationen gegründet:

· südliches Kalifornien: die mexikanisch - amerikanischen Brown Berets
· Chicago und Umgebung: die White Patriot Party
· San Francisco: die chinesische Red Guard
· New York: die puertorikanischen Young Lords
· die Gray Panthers (für Menschen- und Bürgerrechte älterer Menschen)

Das FBI definierte die Black Panther Party als eine Gruppe kommunistischer Gesetzesbrecher, die die Regierung stürzen wollte. Die Aufgabe des FBI war es nun, die Black Panther Party bis 1969 zu liquidieren. Tatsächlich wurden im Januar 1969 zwei Parteiführer der südkalifornischen Abteilung von bezahlten Mördern des FBI ausgelöscht. Dies war der Anfang einer großen Mordwelle gegen die Black Panther. Trotz den zahlreichen Angriffen verfolgten die Panther weiterhin ihr Ziel. Sie richteten Überlebensprogramme (z.B. kostenlose Lebensmittel, kostenlose Klamotten, Schul- und Bildungsprogramme, Seniorentransporte, Rechtshilfeprogramme) ein.
Die Freiheit für Huey - Bewegung ging weiter und man erreichte nach vielen Verfahren den Freispruch 1970. Vor dem Gericht feierten tausende Menschen. 1974 ging Huey freiwillig ins Exil nach Kuba, da er eines Mordes an einer jungen Prostituierten angeklagt wurde. Als er zurück kehrte waren die Black Panther stark und aktiv. 1977 setzte das FBI die Angriffe fort und am Ende des Jahrzehnts löste sich die Partei langsam auf.

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Mehr zu Bürgerrechtsbewegungen in den USA gibt's HIER

 

Quellenangaben:

  • Aufruf zum zivilen Ungehorsam. ( ECON Sachbuch).von Martin Luther King.Erschienen 1993.Econ TB Vlg., München
  • Ich habe einen Traum. Texte und Reden von Martin Luther King.von Martin Luther King.Erschienen 1996.Gütersl. VH., Gtsl.
  • http://waldems.de/bjoerngam/kgleb.htm
  • http://waldems.de/bjoerngam/bilderkg.htm
  • Malcolm X. Ausgabe mit Photos. Die Autobiographie.von Malcolm X.Erschienen 1993.Heyne, Mchn.
  • http://www.arena.de/FILMtabs/Archiv/M/Malcolm%20X.html
  • Microsoft Encarta 98
  • Lexikon
  • http://www.optonline.com/comptons
  • http://www.munzinger.de/ansicht/000/01/0119/000011993t.html
  • http://rhein-zeitung.de/on/99/05/02/topnews/jesse.html