1.1 Richard M. Nixon
1.1.1 Nixon als Vizepräsident
1.1.2 Nixon als Präsident
1.1.3 Watergate und Nixons Rücktritt
1.2.1 De Gaulle als Chef des Französischen Nationalkomitees
1.2.2 Die Rückkehr an die Macht
1.2.3 Seine zweite Amtszeit
1.3.1 Die Spiegelaffäre
1.4 Bruno Kreisky
1.4.1 Kreiskys politischer Aufstieg
1.4.2 Kreiskys Politik
1.5 Alexander Dubcek
1.5.1 Der Prager Frühling
1.6 Worterklärungen
1.7 Quellennachweis
1.8 Bildnachweis
Nixon wurde am 9.1.1913 in Yorba Linda (Kalifornien) geboren. Er stammte aus einfachen Verhältnissen, studierte dennoch Jura und war in Whittier (Kalifornien) als Anwalt tätig. 1942 meldete sich Nixon zur Marine und war während des 2. Weltkrieges Versorgungsoffizier im Südpazifik. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten wurde er 1946 republikanischer Abgeordneter im US – Repräsentantenhaus. In den Jahren von 1948 bis 1949 erlangte Nixon als Mitglied des House Committee on Un – American Activities im sogenannten Fall Hiss landesweite Bekanntheit. 1950 machte er sich die antikommunistische Hysterie im Land bei einem Wahlkampf zunutze und wurde in den US – Senat aufgenommen.
1.1.1 Nixon als Vizepräsident:
1952 wurde Nixon von den Republikanern als Vizepräsident unter Dwight D. Eisenhower aufgestellt und trotz eines Spendenskandals wurde an ihm festgehalten. In den Folgejahren machte Nixon Staatsbesuche und Treffen mit anderen Staatschefs, was seinem Ansehen nur zuträglich war.
1960 nominierten die Republikaner Nixon als Präsidentschaftskandidaten, jedoch verlor er bei den Wahlen dann gegen den Demokraten John F. Kennedy. Als er dann 1962 auch noch bei den Gouverneurswahlen in Kalifornien verlor, zog er sich teilweise aus dem aktiven politischen Leben zurück und gründete eine Anwaltskanzlei in New York.
1968 kehrte er dann doch wieder zurück und kandidierte erneut für das Amt des Präsidenten mit Spiro T. Agnew als Vizepräsidentschaftskandidaten. Im Wahlkampf nutzten sie das Fernsehen und die landesweite Opposition gegen den Vietnamkrieg, sowie die Zersplitterung des demokratischen Lagers und schlugen den Demokraten Hubert H. Humphrey mit knappem Vorsprung.
Die
Routine – und Verwaltungsangelegenheiten überließ Nixon seinen
Beratern und konzentrierte seine Bemühungen auf die Außenpolitik.
So gab er mit seinem engsten politischen Berater Henry A. Kissinger der
amerikanischen Außenpolitik eine völlig neue Richtung. Er war
um die Verbesserung der Beziehungen zu China und der UdSSR bemüht
und vorfolgte eine baldige Beendigung des Vietnamkrieges.
Der Abzug der 500.000 Soldaten dauerte jedoch 4 Jahre und war von einer
neuerlichen Eskalation des Krieges begleitet. 1970 weitete er den Krieg
ohne Rücksprache mit dem Kongress aus, mit dem Ziel, die Verhandlungspositionen
zu Vietnam zu stärken, was beim Volk sehr unpopulär aufgenommen
wurde. In den Jahren 1971 und 1972 erreichte er diplomatische Beziehungen
zwischen den USA und der VR China und mit Moskau schloss er sogar einen
Vertrag zur Einschränkung strategischer Waffen. Im Nahen Osten knüpfte
Nixon Beziehungen zu Ägypten an, was von strategischer Bedeutsamkeit
war. 1973 lösten die USA dann nach dem Jom
– Kippur – Krieg schließlich die Sowjetunion als
einflussreichste Macht in Ägypten ab.
Innenpolitisch leitete Nixon ein Programm ein, das mit der Einstellung: „Probleme mit Geld lösen“ Schluss machen sollte.
Wirtschaftlich hielt er sich an keinen Kurs, trat anfangs für einen ausgeglichenen Etat ein, schwenkte aber später zu einer defizitären Ausgabenpolitik um. Zur Bekämpfung der Inflation ordnete er Lohn – und Preisstopps an, die in vier Phasen unterteilt waren, aber nur bedingt Erfolg brachten. Aber auch die Rezession von 1974 konnte er nicht abfangen und dies trotz umfangreicher Maßnahmen.
In der Rassenpolitik stagnierten die Bemühungen der schwarzen Bevölkerung eine Gleichstellung zu erreichen aufgrund der passiven Haltung Nixons.
Die steigende Kriminalität beantwortete Nixon mit der Forderung nach einer strengeren Durchsetzung der vorhandenen Gesetze, wobei sein Sprachrohr für dieses populäre Thema sein ehemaliger Anwaltskollege und damaliger Justizminister John N. Mitchell war.
1.1.3 Watergate und Nixons Rücktritt:
1972
stellte sich Nixon zur Wiederwahl und gewann diese gegen George S. McGovern,
da er auf dem Höhepunkt seiner Popularität stand. Jedoch wurden
die zweifelhaften Methoden, denen er den Sieg verdankt langsam aufgedeckt.
So wurde 1972 ein Abhör – und Einbruchsversuch im demokratischen Hauptquartier,
dem Bürokomplex Watergate von engen Beratern des Präsidenten
in Auftrag gegeben und ebenfalls entdeckten Journalisten illegale
Wahlkampfspenden, schmutzige Tricks und Unregelmäßigkeiten bei
Einkommenssteuererklärungen. 1973 schlug die Affäre immer höhere
Wellen und das Vertrauen der Amerikaner in Nixons Führungsqualitäten
ließen drastisch nach, was durch die Entlassung des Sonderstaatsanwalts,
Archibald Cox, im Watergate – Fall nur noch gesteigert wurde. Dazu kam
noch, dass Vizepräsident Agnew der Korruption angeklagt wurde und
zurücktrat. Neuer Vizepräsident wurde Gerald R. Ford. 1974 urteilte
ein Geschworenengericht, dass er in das Komplott zu Behinderung der Justiz
schuldig war, klagte ihn aber nicht an, fing aber an, Beweise für
eine Amtsenthebung (Impeachement) zu sammeln. Seine stark angeschlagene
Autorität versuchte er im Jahre 1974 durch Staatsbesuche im Nahen
Osten und der UdSSR wieder aufzubessern, aber nach seiner Rückkehr
konnte ihm die Hauptrolle im Vertuschungsskandal um Watergate nachgewiesen
werden. Danach legte der Rechtsausschuss dem Repräsentantenhaus die
Amtsenthebung nahe. Am 8. August legte er sein Amt als Präsident der
Vereinigten Staaten in einer landesweiten Fernsehübertragung nieder
und kam somit einem Amtsenthebungsverfahren zuvor. Am nächsten Tag
schon, wurde Gerald R. Ford als neuer Präsident vereidigt. Im September
begnadigte dieser Nixon und entzog ihn somit der Strafverfolgung. Er starb
am 22. April 1994 an einem Gehirnschlag.
Charles
de Gaulle wurde am 22. November 1890 in Lille geboren und machte seine
Ausbildung in der Militärakademie Saint – Cyr. Während des ersten
Weltkrieges wurde er dreimal verletzt und schliesslich von den Deutschen
gefangen genommen. Nach den beiden Weltkriegen war es Adjutant von Marschall
Henri Pétain. Mit seinen militärtheoretischen Büchern,
die er zwischen den beiden Weltkriegen verfasste machte er sich in Militärkreisen
einen Namen und trat in diesen für einen hohen Mechanisierungsgrad
der französischen Armee ein.
Während
des 2. Weltkrieges wurde de Gaulle 1940 zum Brigadegeneral befördert
und im Juni gehörte er als Unterstaatssekretär dem Verteidigungskabinett
an. Als Frankreich von den Deutschen übernommen wurde, floh er nach
London und rief von dort alle Kolonien auf, den Waffenstillstand mit den
Deutschen abzulehnen, was die mit den Deutschen zusammenarbeitende Regierung
zur Verurteilung de Gaulles zum Tode bewegte.
1.2.1 De
Gaulle als Chef des Französischen Nationalkomitees:
1941
gründete Charles de Gaulle in London das Comité National Francais
(CNF), welches die Exilregierung des „Freien Frankreich“ darstellte
und für die er den Status der einzig legitimen Vertretung der französischen
Republik beanspruchte. 1942 wurde es dann von den Alliierten, der Resistance
in Frankreich und den französischen Kolonien anerkannt. Zugleich gründete
er die Forces Francaises Libres (FFL, Freie Französische Truppen),
welche Seite an Seite mit den Kämpfern der Resistance und den Alliierten
gegen die Achsenmächte kämpften. Diese
Truppen bestanden aus Bürgern von französischen Kolonien und
einem Teil der französischen Flotte und unternahmen1940 einen erfolglosen
Angriff auf Dakar (Senegal). Jedoch eroberten sie 1941 zusammen mit den
britischen Truppen Syrien und 1942 die Kontrolle über Madagaskar.
1943 entstand aus dem CNF das Comité Francais de Libération
Nationale (CFLN, Französisches Komitee zur Nationalen Befreiung) unter
der Führung von Charles de Gaulle und General Henri Giraud in Algier.
Im Laufe des Jahres setzte sich de Gaulle gegen Giraud durch und wurde
alleiniger Präsident des Komitees, welches 1944 in die „Provisorische
Regierung der Französischen Republik“ umgewandelt wurde. Nach der
Befreiung Frankreichs zog de Gaulle an der Spitze der provisorischen Regierung
nach Paris ein. Im November 1945 wurde er dann von der Nationalversammlung
zum Ministerpräsidenten und vorläufigen Staatspräsidenten
gewählt, jedoch trat er schon 1946 wieder zurück, weil die Nationalversammlung
die Errichtung eines starken Präsidialsystems ablehnte. 1947 gründete
de Gaulle die Partei Rassemblement du Peuple Français (RPF, Sammlungsbewegung
des französischen Volkes), in dem er seine Anhänger, die Gaullisten,
versammelte. Die RPF wollten eine Stärkung der Zentralgewalt, den
Ausgleich des Haushalts, die Förderung der Privatwirtschaft und den
Rückzug des Staates aus der wirtschaft. De Gaulles Ablehnung zur Zusammenarbeit
mit den Organen der amtierenden Regierung führte zu Spannungen innerhalb
der Partei und 1953 zur Auflösung derselben. Nach dem Zusammenbruch
seiner Partei zog er sich ins Privatleben zurück.
1.2.2 Die
Rückkehr an die Macht:
Im
Mai 1958 spitzte sich die Krise um die Unabhängigkeit Algeriens langsam
zu. Dies und die generelle kritische Situation in den Kolonien führte
dazu, dass de Gaulle erneut zum Ministerpräsidenten gewählt wurde,
diesmal aber mit weitreichenderen Vollmachten als das erste Mal. Mit diesen
Vollmachten bereitete er alles für sich als Staatspräsidenten
vor, da er immer mehr Kompetenzen an den Staatspräsidenten vergab.
Im Dezember wurde de Gaulle dann schlussendlich zum Präsidenten von
Frankreich gewählt. Er kümmerte sich innenpolitisch hauptsächlich
um die Modernisierung der Wirtschaft. 1960 entließ er die Kolonien
in die Unabhängigkeit und Algerien nach der Beendigung der Krise 1962
ebenso. Außenpolitisch wollte er sich die Souveränität
Frankreichs durch kein Bündnis nehmen lassen wollen, verzichtete aber
zugunsten eines geeinten Europas auf einige Souveränitätsrechte. Außerdem
nahm er Beziehungen zu China und der Sowjetunion auf und versuchte, Einfluss
in Asien und Lateinamerika zu gewinnen, wobei er immer noch Vorbehalte
gegen die Amerikaner hatte. Mit Konrad Adenauer führte er eine deutsch
– französische Aussöhnung herbei, welche 1963 im Deutsch – Französischen
Vertrag festgehalten wurde.
1965
wurde de Gaulle zu einer zweiten Amtsperiode als Präsident gewählt,
welche erneut 7 Jahre andauern sollte. International handelte sich de Gaulle
aber in den folgenden Jahren starke Kritik ein, da er auf die Unabhängigkeit
Französisch – Kanadas drängte und für eine Ersetzung des
US – Dollars als Leitwährung durch die Rückkehr zum Goldstandard
eintrat. Seit Anfang seiner Zeit als Staatspräsident betrieb er den
Aufbau einer französischen Atomstreitmacht, welche Frankreich eine
stärkere Position in der Weltpolitik verschaffen sollte. 1966 kündigte
er Frankreichs Integration in der NATO auf. 1968 war für de Gaulle
während der Maiunruhen die stärkste Krise in Frankreich ausgebrochen,
jedoch durch diverse Reformen konnte er die Lage wieder beruhigen. Nachdem
er 1969 bei einer Abstimmung zu einer Regional – und Senatsreform im April
eine Niederlage einstecken musste, trat er als Präsident zurück. Charles
de Gaulle starb am 7. Oktober
1970 auf seinem Landsitz in Colombey – les – Deux – Églises.
Franz
Josef Strauß wurde am 6. September 1915 in München geboren,
studierte in den dreißiger Jahren in München Geschichte und
klassische Philologie und nahm 1939 als Soldat der Wehrmacht am 2. Weltkrieg
teil, wo er dann in
amerikanische
Gefangenschaft geriet. Nach dem Ende des Krieges war Strauß maßgeblich
an der Gründung der CSU beteiligt und prägte deren Profil dann
auch im Laufe der Jahre entscheidend. Unter ihm wurde die CSU auch die
mitgliederstärkste Volkspartei in Bayern. Von 1949 bis 1952 war er
Generalsekretär, von 1952 bis 1961 stellvertretender Vorsitzender
und von 1961 bis zu seinem Tod im Jahre 1988 war er Vorsitzender der CSU.
1946 war Strauß auch Landesrat in Bayern. Seine politische Laufbahn
begann aber 1949 mit seiner Wahl in den Deutschen Bundestag, dem er bis
1978 angehörte. Unter Konrad Adenauer war er von 1953 bis 1955 Bundesminister
für Sonderaufgaben, 1955/56 Bundesminister für Atomfrage und
von 1956 bis 1962 Verteidigungsminister. Er war verantwortlich für
den NATO – Beitritt 1955 und die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht
1956. 1962 musste er dann wegen der Spiegelaffäre zurücktreten.
Von 1963 bis 1966 war Strauß Chef der CSU – Landesgruppe im Bundestag
und von 1966 bis 1969 in der großen Koalition CDU/CSU und SPD Bundesfinanzminister.
Nach der Bildung der sozialliberalen Koalition wurde Strauß zum schärfsten
Kritiker der Ostpolitik der Regierung unter Willy Brandt und sprach sich
offen gegen die Annahme von Ostverträgen aus. Er polarisierte sich
immer mehr, was das Schlagwort „Freiheit oder Sozialismus“ zeigte, pflegte
aber dennoch Kontakte zu kommunistischen Ländern. 1978 verließ
Strauß den Bundestag und übernahm das Amt des bayrischen Ministerpräsidenten.
Strauß starb am 3. Oktober 1988 in Regensburg.
Nach
Korruptionsvorwürfen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ gegen den
Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß, diente ein Artikel
über ein NATO – Manöver als Anlass zu Verhaftung des Herausgebers
Rudolf Augstein und zur Festnahme des Spiegelmilitärexperten Conrad
Ahlers unter dem Vorwurf des
Landesverrats am 27. Oktober 1962. Strauß war in die teilweise rechtswidrigen
Maßnahmen verwickelt, leugnete aber seine Beteiligung zwei Monate
lang und dies führte zu einer Neubildung des Bundeskabinetts ohne
Strauß. 1965 wurden die Ermittlungen gegen Augstein und Ahlers eingestellt,
jedoch löste diese Affäre die erste Vertrauenskrise gegenüber
der Staatsgewalt aus.
Am 22. Januar 1911, wurde Bruno Kreisky in Wien als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Er trat der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) bei und wurde unter Dollfuß’ Regierung 1934 beim Februaraufstand der Sozialdemokraten, welcher gewaltsam unterdrückt wurde, in Haft genommen und war von 1935 – bis 1937 in Haft. Er machte seinen Doktor in Juristik 1938 kurz vor dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland, wurde erneut in Haft genommen und emigrierte im gleichen Jahr, nach seiner Entlassung, nach Schweden, wo er Willy Brandt kennen lernte und als Korrespondent für diverse Zeitungen tätig war.
1.4.1 Kreiskys politischer Aufstieg:
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges war Kreisky in den Jahren von 1946 bis 1951 Legationssekretär an der österreichischen Botschaft in Stockholm. 1951 kehrte er dann nach Wien zurück, wurde politischer Berater des Bundespräsidenten Theodor Körner und 1953 Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten im Bundeskanzleramt. Bei den Moskauer Verhandlungen, welche in den österreichischen Staatsvertrag mündeten, spielte er ebenfalls eine wichtige Rolle. In den Jahren 1956 bis 1983 gehörte Kreisky dem Nationalrat an und von 1956 bis 1966 war er als Außenminister tätig und erreichte die Aufnahme Österreichs in die EFTA. Von 1967 bis 1983 war er Parteivorsitzender der SPÖ und in den Jahren von 1970 bis 1983 bekleidete er das Amt der Bundeskanzlers, verlor aber 1983 die seit 1971 andauernde absolute Mehrheit und trat von beiden politischen Ämtern zurück, blieb aber dennoch Ehrenvorsitzender der SPÖ bis 1987. Am 29.Juli 1990 starb Kreisky in seiner Heimatstadt Wien.
Innenpolitisch war Kreisky bei den gesellschaftichen Veränderungen um einen Ausbau und Verbesserung des Straf – und Familienrechts, des Sozial – und Bildungssystems, der Vollbeschäftigung, der Liberalisierung der Gesellschaft und der Modernisierung der Wirtschaft bemüht. In seinen Augen war die Neutralität das höchste Gut Österreichs und hatte somit für ihn oberste Priorität. Ansonsten trat er für die Entspannung in allen Krisengebieten, besonders im Nahen Osten und bei den Nord – Süd – Problemen. Auch war er der Initiator von Treffen zwischen den USA und der Sowjetunion. Sein Engagement im Nahen Osten brachte Kreisky zwar heftige Kritik ein, bescherte ihm aber ein hohes internationales Ansehen.
Am 27. November 1921 in Uhrovec in der Westslowakei geboren, absolvierte er eine Schlosserlehre, war von 1958 bis 1970 Mitglied des Zentralkomitees und von 1963 bis 1969 Mitglied des Politbüros der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei. Anfänglich vom Parteichef Antonín Novotný gefördert, entwickelte er sich immer mehr zum Sprecher des Reformflügels innerhalb der Partei. Im Januar 1968 wurde er dann erster Sekretär der KPC, Novotný wurde durch Ludvík Svoboda ersetzt, und leitete zahlreiche Maßnahmen zur Demokratisierung von Gesellschaft und Staat ein, mit dem Ziel, den Sozialismus und die Demokratie zu vereinen und dies, ohne von der KP abzukommen. Anfangs war die Sowjetunion den Reformen offen gegenüber gestanden, aber als dann seine Popularität über die Maßen stieg, fürchtete die Sowjetunion um ihre Vormachtstellung im Ostblock und forderte Dubcek auf, seine Reformen zurückzunehmen. Als er weiter an seinem Kurs festhielt, marschierten Truppen des Warschauer Paktes im August 1968 in der Tschechoslowakei ein und zwang die Regierung einzulenken. Dubcek wurde aus allen Ämtern enthoben und 1970 dann schlussendlich aus der KP ausgeschlossen und in die Forstverwaltung abgeschoben. 1989 wurde er wieder rehabilitiert und neben Václav Havel zu einem der bedeutendsten Persönlichkeiten der postkommunistischen Tschechoslowakei ernannt. Im selben Jahr wurde Dubcek einstimmig zum Präsidenten des neuen, demokratischen Parlaments gewählt, starb aber schon am 7. November 1992 an den Folgen eines Verkehrsunfalls.
Die KPC unter der Führung Novotnýs wurde in den sechziger Jahren immer mehr kritisiert und wurde schlussendlich zu einem politischen Rücktritt gezwungen. Der Nachfolgende Dubcek verfolgte eine zu liberalen Kurs und so marschierten die Soldaten des Warschauer Paktes in der Tschechoslowakei ein, schlugen den Prager Frühling brutal nieder und machten die Reformen rückgängig. Dubcek wurde im April 1969 dann von Gustáv Husák als erster Sekretär des Zentralkomitees abgelöst. Jedoch zogen die letzten Truppen, die nach dem Prager Frühling als Sicherheit dauerhaft stationiert waren erst 1990/1991 vollständig ab.
House
Committee on Un – American Activities:
(HUAC, Ausschuss
für unamerikanische Umtriebe) 1938 als vorübergehende Einrichtung
geschaffen, um die Aktivitäten ausländischer Agenten zu überwachen
und 1945 zu einem ständigen Ausschuss des Repräsentantenhauses
gemacht. In den Jahren des 2. Weltkrieges lag das Augenmerk auf profaschistischen
Gruppen und in den Jahren danach konzentrierte sich der Ausschuss auf kommunistische
Aktivitäten. In dieser Zeit der antikommunistischen Hysterie mussten
viele Verdächtige das Land verlassen, um einer Inhaftierung zu entgehen.
Das Aufkommen der Nuklearwaffen und der Kalte Krieg förderte die antikommunistische
Stimmung in den USA enorm. Dies ermöglichte Anklagen, die auf wilden
Anschuldigungen beruhten. In
den sechziger Jahren beruhigte sich die Situation in den USA wieder und
die Aktivitäten des HUAC ließen wieder nach. 1969 wurde es in
das Committee on Internal Security (Ausschuss für Innere Sicherheit)
umbenannt und schlussendlich 1975 aufgelöst.
Alger Hiss war ein hoher Beamter des US – Außenministeriums und wurde 1948 der Spionage für die ehemalige Sowjetunion angeklagt und 1950 verurteilt. Hiss wurde wegen Meineids zu fünf Jahren Haft verurteilt, schon 1954 aber auf Bewährung entlassen. Der Journalist Whittaker Chambers gab zu in den 20er und 30er Jahren selbst Kommunist gewesen zu sein und beschuldigte Hiss, hochrangiger Kommunist zu sein. Hiss klagte Chambers wegen Verleumdung und Rufmordes, vor Gericht kamen belastende Mikrofilme zu Tage und so wurde Hiss des Meineids angeklagt und verurteilt. Er bestritt jedoch bis zum Schluss seine Schuld. Während den ganzen Verhandlungen wusste der damals junge US – Senator Nixon gegen Alger Hiss zu glänzen und so förderte dies seine Karriere. 1992 ersuchte Hiss hohe Beamte der früheren UdSSR in den zugänglich gemachten Staatsarchiven nach einer Beiteilung von ihm zu suchen, aber In den Akten des KGB war nichts über Hiss vermerkt. Im November 1996 starb Hiss in New York.
Einer seiner Staatsbesuche fand 1959 in der Sowjetunion statt, wobei er hier durch die spontane „Küchendebatte“ mit Nikita S. Chruschtschow für Schlagzeilen sorgte.
Ebenfalls 1959 traf er sich mit Fidel Castro, wobei Nixon dem kubanischen Staatschefs feindselig gegenüber stand und dies als Grund angesehen wurde, dass Kuba sich eng an die Sowjetunion hielt.
Der vierte bewaffnete Konflikt zwischen Israel und den benachbarten arabischen Staaten Ägypten und Syrien begann am jüdischen Feiertag Jom Kippur (Versöhnungstag) und wurde so auch nach ihm benannt.
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/GaulleCharlesDe/
http://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/Filme/1996/nixon.html
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/StraussFranzJosef/biografieStraussFranzJosef.html
http://archive.kreisky.org/gperson.html
http://userpage.fu-berlin.de/~steka/tz30689b.htm
http://www.koeln.netsurf.de/~janulrich.hasecke/GenerationenProjekt/1968.html
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/DubcekAlexander/index.html
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/NixonRichard/index.html
http://www.educat.hu-berlin.de/schulen/sartre/material/schularb/pw68er.htm#1.2.1
Microsoft® Encarta® 98 Enzyklopädie © 1993-1997 Microsoft Corporation
http://metalab.unc.edu/lia/president/NixonLibrary/GeneralMaterials/Basic-Nixon.html
http://www.charles-de-gaulle.org/degaulle/photos/vie05g.htm
http://www.stud.uni-giessen.de/~s1737/dubcy1.html
http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.data.image.k/k790878a.jpg
http://www.stanford.edu/~andygray/nixon/nixon-photos.html
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/GaulleCharlesDe/
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/DubcekAlexander/index.html