Geboren am 20. April 1889 im oberösterreichischen Braunau am Inn, Österreich, als Sohn von Alois Hitler (Bis 1877 Schicklgruber) und seiner Frau Klara (geb. Pölzel)

 

 

Die frühen Jahre

Hitler besuchte die Volks- und Realschule, brach sie aber 1905 ohne Schulabschluss ab. Zunächst arbeitslos lebte er in Linz und widmete sich der Lektüre völkischer Schriften. Hitler wurde besonders von dem „Pangermanismus“ Georg von Schönerers beeinflusst. 1907 siedelte er nach Wien um und bewarb sich zweimal erfolglos an der Akademie der Bildenden Künste. Von 1908 bis 1913 wohnte Hitler in Obdachlosen- und Männerwohnheimen. „ In seiner Wiener Zeit kam Hitler mit extrem nationalistischem und antisemitischem Gedankengut in Kontakt, das er sich ebenso aneignete wie eine starke Abneigung gegen Marxismus und Liberalismus. “

1913 zog Hitler nach München, um sich dem Militärdienst zu entziehen. Er wurde jedoch später von den österreichischen Behörden aufgespürt und musste zurück nach Österreich zur Musterung und wurde für untauglich erklärt.

Erster Weltkrieg

Beim Ausbruch des 1. Weltkrieges meldete sich Hitler freiwillig bei der Bayrischen Militärbehörde. Er wurde dem Reserve-Infanterie-Regiment 16 als Meldegänger zugeteilt und erreichte im laufe des Krieges den Dienstgrad eines Gefreiten. Nach einer Beinverletzung, im Oktober 1916, kam er erst Anfang März 1917 wieder an die Front. Hitler wurde mit dem eisernen Kreuz erster und zweiter Klasse ausgezeichnet. Hitler war bei seinen Kriegskameraden, durch seine unkritische Haltung gegenüber den Offizieren eher unbeliebt. „Den Vorgesetzten achten, niemandem widersprechen, blindlings sich fügen“ (Adolf Hitler, während des Putschistenprozesses im Jahr 1924).

Hitler wurde durch den ersten Weltkrieg stark geprägt. „Die militärische Hierarchie mit ihrer unbedingten Über- und Unterordnung setzte sich fort im Führerprinzip, die Erfahrung der Gemeinschaft wirkte auf Hitlers Auffassung von der „Volksgemeinschaft”, und die militärische Werteordnung steigerte sich bei Hitler bis zu einem asketischen Idealismus, der alles der „höheren Idee” opferte.“( Microsoft Encarta Enzyklopädie Professional 2005)

Hitlers Aufstieg

Hitler blieb vorerst in der Reichswehr. Als Informant der Münchner Reichswehr besuchte er im September 1919 eine Versammlung einer extrem antisemitischen Rechtspartei, der DAP. Später wurde er dann in diese Partei aufgenommen und entwickelte sich bald als Propagandachef und Versammlungsredner.

1920 wurde die DAP in „Nationalsozialistische Arbeiterpartei“ (NSDAP) umbenannt. Hitler formte die Partei in kurzer Zeit zur „Hitlerbewegung“ um und agierte geschickt gegen den Versailler Vertrag und die junge Weimar Republik.
Hitler wird am 29.Juli 1921 zum Vorsitz der Partei gewählt, und erhielt Diktatorische Vollmacht.

Anfang September gründete Hitler mit Erich Ludendorff den Deutschen Kampfbund und versuchte die Macht in Bayern an sich zu reißen und durch einen Marsch auf Berlin die Reichsregierung zu stürzen (Hitler-Putsch). Die NSDAP wurde darauf verboten. Hitler bekam fünf Jahre Festungshaft wurde jedoch schon nach mehreren Monaten entlassen.

In seiner Haftzeit verfasste er auch das Buch „Mein Kampf“.

Am 26. Februar 1925 gründete er die NSDAP erneut, mit ihm selbst an der Spitze.

„Die Reichstagswahlen vom 14. September 1930 bedeuteten einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Machtergreifung: Die NSDAP gewann 18,2 Prozent der Stimmen und 107 der 577 Reichstagssitze.“ ( Microsoft Encarta Enzyklopädie Professional 2005)
Im März 1932 Kandidierte Hitler bei den Reichspräsidentenwahlen, nachdem er die Deutsche Staatsbürgerschaft erworben hatte.

Bei den Reichswahlen am 31. Juli1932 war die NSDAP mit 37,4 Prozent die stärkste Fraktion. Am 30. Januar 1933 wurde Hitler zum Reichskanzler ernannt.


Das NS-Regime

Hitler gelang es in kurzer Zeit die Verfassung auszuhöhlen und eine Diktatur zu errichten. Er ließ die Verordnung „Gesetz zum Schutz von Volk und Reich“ verabschieden und bereits kurz danach setzte eine Verhaftungswelle ein. Durch das „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“ wurde die Gewaltenteilung aufgehoben (d.h. die Legislative wurde der Exekutive überlassen). Diese Verordnungen waren Grundlage für ein autoritäres, auf die Person Hitlers bezogenes Herrschaftssystem. Gleichzeitig ließ Hitler die ersten Konzentrationslager errichten.

Hitler übernahm am 2.August 1934 auch das Amt des Reichspräsidenten.
Danach konzentrierte er sich auf Rassen- und Außenpolitik, und erschuf das Nürnberger Gesetz (mit dem Judenverfolgung eine gesetzliche Grundlage erhielt).

Durch die Einführung der Wehrpflicht und der massiver Aufrüstung der Wehrmacht, verstieß er gegen den Versailler Vertrag.

Seine antisemitistische Einstellung richtete sich vor allem gegen Juden, Roma, Sinti, Polen und Russen.“ Seine sozialdarwinistischen Anschauungen traten vor allem in Äußerungen über Kranke sowie körperlich und geistig Behinderte zutage, deren Existenz er als „lebensunwert“ bezeichnete.“ ( http://de.wikipedia.org/wiki/Hitler , 19. Juni.2007)

„Würde Deutschland jährlich eine Million Kinder bekommen und 700.000 bis 800.000 der Schwächsten beseitigt, dann würde am Ende das Ergebnis vielleicht sogar eine Kräftesteigerung sein.“ (Zitiert aus http://de.wikipedia.org/wiki/Hitler Adolf Hitler, am Parteitag der NSDAP in Nürnberg 1929)

Im Oktober 1936 begann Hitler Kontakte mit Italien zu knüpfen und legte, da er ähnlichen Denkweisen unterstütze, alles daran sich mit Mussolini zu verbünden.

(Quelle:http://www.antonellaricciardi.it)

„Mussolini ist der erste Staatsmann der Welt, mit dem sich kein anderer zu vergleichen das Recht hat.“ (Adolf Hitler beim Staatsbesuch von Ciano, um Sympathie zu erlangen.) Er bereitete sich nun unverhüllt auf einen kommenden Krieg vor.

Am 5. November hielt Hitler eine öffentliche Rede in der er formulierte, Deutschlands Zukunft hinge von der Beschaffung von genügend Lebensraum ab (der nur in Europa zu finden sei). „Unser Ziel ist die Schaffung eines vereinten Europas. Und nur die Deutschen können Europa organisieren“ (Zitat aus Adolf Hitler, Biographie 1889 – 1945)

Am 4. Februar übernahm er zusätzlich das Oberkommando über das Militär.

Der so genannte Stahlpakt (das unauflösliche Geschick zwischen Deutschland und Italien- Bei Kriegsfall wird das jeweils andere Land mit allen möglichen Mitteln unterstützt) wurde am 22.Mai 1939 abgeschlossen. So wurde auch das Schicksal Italiens in Hitlers Hände gelegt.

Der 2. Weltkrieg

Am 1. September 1939 wurde, mit dem Angriff auf Polen, der 2. Weltkrieg ausgelöst. Hitlers Ziele: Schaffung von „Lebensraum“ und die „Lösung der Judenfrage“.
Er plante sozusagen einen Vernichtungskrieg.

Siegessicher legte Hitler den hohen deutschen Militärs und Politikern die zukünftige Verwaltungs- und Wirtschaftsstruktur in der Sowjetunion dar. Im Spätherbst jedoch begann der deutsche Vormarsch zu stocken. Hitler griff persönlich ein und befahl die Front zu stabilisieren.

Nach mehreren Erfolgen zeichnete sich jedoch die deutsche Niederlage Ende 1942/ Anfang 1943 immer deutlicher ab. Hitler schottete sich daraufhin immer mehr von der Außenwelt und der Realität ab und wohnte fortan im Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ in Ostpreußen.Er ließ den Krieg und den Vernichtungsfeldzug der Nazis gegen die Juden fanatisch weiterführen- ohne jegliche Rücksicht auf die Zivilbevölkerung. Er hoffte auf eine Schicksalswendung.

Nach dem Hitler das Attentat vom 20. Juli 1944 überlebte, intensivierte er noch einmal den innenpolitischen Terror und die brutale Vernichtung.

Mit dem „Nero-Befehl“ ordnete er an alle lebenswichtigen Produktionsanlagen im Reich zu vernichten, denn aus seiner Sicht war das deutsche Volk gescheitert und hatte kein Existenzrecht mehr.

Am 29.April 1945 ernannte er Admiral Dönitz zu seinem Nachfolger, und betonte noch einmal Testamentarisch die Notwenigkeit der Vernichtung der Juden. Er heiratete an diesem Tag auch seine Geliebte Eva Braun. Am 30. April nahm er sich mit seiner Frau Eva Braun im Führerbunker der Reichskanzlei in Berlin das Leben.

Quellen:

Adolf Hitler Biographie 1889 – 1945, John Toland , 2006 (Neuauflage von 1976) Verlagsgruppe Weltbild GmbH
Hitler Eine politische Biographie, Ralf Georg Reuth, 2003 , Piper Verlag
http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Hitler (Version vom 20. Mai.2007) ,
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/HitlerAdolf/index.html ,
Microsoft Encarta Enzyklopädie Professional 2005 ,http://www.antonellaricciardi.it


Verfasst von Clemens Längle