Adolf Eichmann:
- 19. März 1906 in Solingen; † hingerichtet am 1. Juni 1962 in Ramleh bei Tel Aviv, Israel
- 1932 tritt er in die Österreichische NSDAP und SS ein
- 1938 SD-Oberführer (SS-Oberabschnitt Donau)
- Er leitete bereits im Jahr 1941 die Deportation von Juden nach Auschwitz
- 1939 Er war der Leiter einer Unterabteilung des Reichssicherheitshauptamts. ( Räumungsangelegenheiten und Reichszentrale für jüdische Auswanderung)
- Ab 1941 hatte Eichmann Überblick über die „industrielle“ Vernichtung von Millionen von Menschen in den KZs der Nazis.
- 1942 war er Protokollführer der Wannseekonferenz
- 1944 war er der Hauptverantwortlicher für Judendeportation in Ungarn neben Heydrich
- Er hatte denn rang eines SS-Obersturmbannführer inne.
- 1950 floh er nach Argentinien über die Rattenlinie.
- 1960 wurde er aus der Fabrik in der er in Argentinien arbeitete vom Mossad entführt.
- 1961 wurde ihm der Prozess in Israel gemacht, der mit einem Todesurteil endete.
- Am 1. Juni 1962 wurde er in Ramleh nahe Tel Aviv hingerichtet.
- Er ist bis jetzt der einzige Mensch der von der Israelischen Justiz hingerichtet wurde.
- Er begegnete Hitler trotz seiner besonderen Stellung in der SS nie persönlich.

Albert Speer:
- * 19. März 1905 in Mannheim ; † 1. September 1981 in London
- 1937 wurde er zum Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt Berlin ernannt.
- 1937 Er war der persönliche Architekt Hitlers der seine wahnwitzigen Projekte planen und ausführen sollte (ua. Germania, Halle des Volkes, Reichsparteitag).
- 1938/39 Er errichtete in kürzester Zeit die Reichskanzlei in Berlin.
- 1942 beförderte ihn Hitler zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition.
- 1943 wurde er zum Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion.
- Speer ließ einige Zwangsarbeiterlager und KZs bauen (bestimmte den Standort von zwei KZs sogar selbst, Groß-Rosen und Natzweiler-Struthof)
- 1938/45 Speer nutze in seinen Betrieben bzw. für seine Projekte unzählige Zwangsarbeiter und Sklaven.
- 1943 übernimmt Speer die Marinerüstung somit kontrolliert er nun die gesamte Rüstungsindustrie außer der Luftfahrt.
- 1943 Durch den „Erlass über die Konzentration der deutschen Kriegswirtschaft“ steigt Speers Macht im Deutschen Reich erheblich.
- 1945 kurz vor Ende des Krieges widersetzte er sich Hitlers „Nerobefehl“.
- In den Nürnberger Prozesse wird er zu 20 Jahren Haft verurteilt.
- 1966 wird er nach voller Haft entlassen.
- 1981 stirbt Speer an einem Schlaganfall in London.
- Speer und Hitler hatten eine besondere Beziehung zueinander. Schon bei Hitlers ersten Reden war Speer schwer von seinen Visionen und Ideen beeindruckt. Außerdem verhalf ihm Hitler dazu, dass er seine eigenen Ziele verwirklichen konnte. Hitler hingegen fand in Speer, jenen Architekten der ihm in kürzester Zeit, mit großem Organisationstalent, seine Projekte verwirklichte. Außerdem war Speer stets loyal zu Hitler selbst bis zum Schluss und Hitler schätzte auch seine Ehrlichkeit, Fleiß, Arbeitseifer und Pflichtbewusstsein (preußische Tugenden).

Martin Bormann:
- 17. Juni 1900 in Wegeleben bei Halberstadt ; † 2. Mai 1945 in Berlin
- 1933: Zuerst war er Stabsleiter bei Rudolf Heß und macht sich nach und nach unentbehrlich für die NSDAP.
- 1933-45: Er stieg sehr schneller in den Rängen der NSDAP auf.
- Er wurde Verwalter von Hitlers Vermögen, was noch einen zusätzlichen Machtgewinn für ihn bedeutete.
- 1941: Bormann war der Leiter der Parteikanzlei der NSDAP, mit der Befugnis eines Reichsministers.
- 1943 wurde er der persönliche Sekretär des Führers.
- 1943: Dadurch war er der mächtigste Mann nach Hitler(seine Macht stellte selbst Speer, Himmler und Göring in den Schatten).
- 1945: In seinem Testament sagte Hitler Bormann sei sein „treuster Parteigenosse“ gewesen.
- Trotz seiner besonderen Stellung innerhalb der NSDAP war er stets unbeliebt bei seinen Parteigenossen.
- 1945: Kurz bevor Berlin fiel, floh er aus dem Führerbunker und verschwand auf der Flucht.
- 1945: Kurz vor Hitlers Selbstmord (er fand Hitlers Leiche) war er Trauzeuge Hitlers und Brauns.
- 1946 wurde er in Nürnberg in Abwesenheit zum Tod verurteilt.
- 1973 wurde ein Skelett beim Lehrter Bahnhof gefunden, dass man für das Bormanns hielt.
- 1998 wurde durch DNA-Analyse bewiesen das es tatsächlich Bormanns Skelett ist.

Arthur Seyß-Inquart:
- * 22. Juli 1892 in Stannern; † 16. Oktober 1946 in Nürnberg
- Promovierte in Wien
- 1931 bereits engagierte er sich für eine österreichische Organisation die der NSDAP nahe stand.
- 1938 trat er schließlich der NSDAP bei.
- 1938: Durch das Berchtesgadener Abkommens wurde er Innenminister Österreichs in der Regierung Schuschnigg.
- 1938: Drei Tage vor dem Anschluss wurde Seyß-Inquart zum Bundeskanzler Österreichs bestellt (auf Druck Görings der Bundespräsident Wilhelm Miklas davor telephonisch bedroht hatte).
- Von 1938-39 war er Reichsstatthalter Österreichs.
- 1940 wurde Seyß-Inquart zum Reichskommissar der Niederlande berufen.
- 1939-1945 war er Reichsminister ohne Geschäftsbereich.
- 1939-45: Er war verantwortlich für die Verschleppung von 100000 Juden, Niederschlagung des Februarstreiks, Erschießung der Widerstandskämpfer und der Verhängung des Ausnahmezustands über Teile der Niederlande, wodurch unzählige Menschen durch die Nazis ermordet wurden.
- Am 19. Mai 1945 wurde er in Hamburg verhaftet.
- 1946: Im Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse wurde er für schuldig befunden, zum Tode verurteilt und gehängt.
- 1946: Die letzten Worte vor Vollstreckung des Todesurteils waren: "Ich hoffe, dass diese Hinrichtung der letzte Akt in der Tragödie des Zweiten Weltkriegs ist und dass die Lehre aus diesem Weltkrieg sein wird, dass Frieden und Verständnis zwischen den Völkern sein wird. Ich glaube an Deutschland."

Franz Hofer:
- * 27. November 1902 in Bad Hofgastein, † 18. Februar 1975 in Mülheim an der Ruhr
- Er wurde nach der Macht Übernahme der Nazis Gauleiter von Tirol und Vorarlberg.
- 1933 wurde er für die Betätigung in der NSDAP zu zwei Jahren Haft verurteilt.
- 1933: Er wurde von vier SA Männern befreit und dann auf der Flucht angeschossen.
- Hofer stieg rasch in den Rängen der NSDAP auf.
- 1933: Auf dem Parteitag in Nürnberg hielt eine Rede von seiner Bahre aus, auf der er lag, da er angeschossen wurde.
- 1944: Hofer hatte die Idee die Grenze zu Italien zur „Alpenfestung“ auszubauen.
- Hitler machte ihn zum Reichsverteidigungskommissar der Alpenfestung.
- 6. Mai 1945 wurde er von der US-Armee verhaftet und in ein Internierungslager verfrachtet.
- 1948 gelang ihm die Flucht nach Deutschland.
- 1949 wurde Hofer in seiner Abwesenheit in Österreich zum Tod verurteilt.
- Er war bis zu seinem Tod ein ungebrochener Nationalsozialist.

Anton Plankensteiner:
- * 1890 in Bregenz, † 1969
- Von 1914-1918 war er Offizier in 1. Weltkrieg.
- 1930 trat er der NSDAP bei, die damals in Österreich verboten war.
- Er kam für seine Mitgliedschaft in dser NSDAP für ein Jahr ins Gefängnis.
- 1938 wurde er NS-Gauleiter und Landeshauptmann Vorarlbergs, wurde dann aber von Hofer abgelöst-
- Von 1945-1950 verbüßte er eine politische Gefängnisstrafe für seine Verbrechen während der NS-Zeit.
- 1969 starb Plankensteiner.
Quellen: