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Barbara Vogel
Biographien über Hitlers Krieger

Friedrich Paulus

Erwin Rommel

Ernst Udet

Erich von Manstein

Wilhelm Canaris

 
 
 
Friedrich Paulus

Friedrich Paulus wurde am 23. September 1890 in Breitenau als Sohn eines Beamten geboren. Er machte sein Abitur und ließ sich in der juristischen Fakultät der Philipps-Universität einschreiben. Trotzdem gilt sein Interesse dem Militär und so besuchte er später die Kriegsschule. Er heiratet 1912 die rumänische Adelige Elena Constance Rosetti-Solescu, was positive Auswirkung auf seine Karriere hatte. Ebenfalls beteiligt er sich im 1. Weltkrieg und zeichnet sich mit penibler Gewissenhaftigkeit aus. Die Niederlage ist ein Schock für ihn, aber er ist unter den 100.000 Soldaten, die ihren Beruf behalten durften.

Als der 2. Weltkrieg ausbrach war der Generalmajor Chef des Stabes der Zehnten Armee. Er und sein Vorgesetzter Generaloberst von Reichenau waren das perfekte Team. Sie erzielten zahlreiche Siege wie z. B. in Polen, Belgien und Frankreich. Somit wurde der eigentlich unpolitische Soldat zum Werkzeug der Nazis. Er begann, einen Aufmarschplan gegen die Sowjetunion anzufertigen: "Barbarossa". Am 22. Juni 1941 begann der Feldzug, der mit unerwarteten Versorgungs- und Nachschubproblemen zu kämpfen hatte. Ebenfalls der kalte russische Winter wurde ihnen zum Verhängnis. Am 1.1.1942 wurde Paulus die Führung der 6. Armee zugeteilt, die er ausgezeichnet meisterte. Die Armee erhielt von Hitler den Befehl, Stalingrad anzugreifen. Dies geschah am 21. August 1942 und führte für zahlreiche deutsche Soldaten zum Tod. Die 6. Armee stieß auf großen Widerstand und ihre Lage wurde immer schlimmer. Bald musste sogar mit einer Umklammerung gerechnet werden. Obwohl in der Wochenschau von Siegen gesprochen wird, wird die Lage im kalten Rußland immer bedenklicher. Paulus hat die Situation eingeschätzt und bittet Hitler persönlich um Handlungsfreiheit. Jedoch dieser entschied sich für das Halten. Durch die Luftwaffe sollte das Gebiet versorgt werden, was jedoch nicht ausreichen konnte. Um die Treue von Paulus gänzlich zu erlangen, befördert er ihn zum Generalfeldmarschall und ein Widersetzen gegen den Führer war nun ausgeschlossen.
 
Bei der voraussehbaren Gefangennahme gab Paulus die Befehlsmacht über seine Truppen ab und lieferte sich den Bolschewisten aus. Hitler war zornig über diese Tat, da er von seinen Männern verlangte, sich umzubringen, bevor man in Gefangenschaft gerät. 

"Wie leicht hat er es sich gemacht!...Der Mann hat sich totzuschießen, so wie sich früher die Feldherren in das Schwert stürzten, wenn sie sahen, dass die Sache verloren war." (Zitat von Hitler am 1. Februar 1943 über Paulus nach dessen Festnahme)

 
Generalfeldmarschall Paulus wurde gut behandelt von Stalin, da er ein wichtiges Souvenir war. Beim Nürnberger Prozess sagte er zum Entsetzten der Nazis gegen sie aus. Er bekam ein Häuschen in der Nähe von Moskau, wo er als Gefangener lebte. Dieser wünschte sich, in der DDR zu leben und nach dem Tod Stalins wurde es ihm erlaubt.

Oft wird die Frage gestellt, ob man den Tod von tausenden deutschen Soldaten verhindern hätte werden können. Hätte Paulus sich gegen Hitler auf eigene Faust durchgesetzt, dann ja, aber seine militärische Erziehung hätte so einen Entschluss niemals zugelassen.

 
Erwin Rommel
Erwin Rommel wurde am 15. November 1891 in Heidenheim geboren. Sein Vater war Schullehrer und verlangte von seinem ältesten Sohn, Berufsoffizier zu werden. Mit großer Begeisterung ging er in den 1. Weltkrieg und erlebte seine ersten Fronteinsätze. Dabei werden die Talente des jungen Offiziers immer deutlicher erkennbar, denn er konnte seine Soldaten immer motivieren. Kurz vor dem Ende des Krieges wird Rommel zum Hauptmann befördert.

Der Mann, der sich immer als Soldat und nie als Politiker sah, gehörte zu den 100 000, die der neuen deutschen Republik als Streitmacht zugestanden wurden. Er musste ständig zurückstecken, weil seine hervorragenden Leistungen nicht ausreichten, Herkunft und Dienstalter gingen vor. So hat er es in zwei Jahrzehnten nur vom Leutnant zum Major gebracht. Jedoch die drastischen Veränderungen in Deutschland verhalfen seiner Karriere zu einer positiven Wende.

Im September 1934 begegnete er zum ersten Mal dem Führer und ihre Beziehung wurde bald enger. Der unpolitische Rommel trat nie in die NSDAP ein, aber er begrüßte ein Regime, das militärische Tugenden wie Gehorsam, Disziplin und Ordnung schätzte.

Rommel schrieb das Buch "Infanterie greift an", das von Hitler gelesen wurde und ihm zum Posten eines Kommandeurs der neuen Kriegsschule in Wiener Neustadt verhalf. Somit geriet er immer mehr in den Bann des Führers und wurde zu seinem treuen Krieger. Als Kommandeur der 7. Panzerdivision hatte er viel Eigenverantwortung und Entscheidungsspielraum, was ganz nach seinem Geschmack war. Durch seine Schnelligkeit trägt er auch viel zum Sieg über Frankreich bei. Ein Sprichwort lautet: "Wo Rommel ist, ist vorn" (Zitat S. 31, "Hitlers Krieger"). Das bedeutet, dass er sich - im Gegensatz zu vielen anderen Kommandeuren- immer selber an der Front ein Bild von den Möglichkeiten der Schlacht machte.

1941 wurde Erwin Rommel durch Hitler zum Befehlshaber des deutschen Afrikakorps ernannt. Er erlangte sogleich durch seine Täuschungsmanöver großen Respekt und seine große Karriere konnte beginnen. Trotz der britischen Übermacht konnte er den Gegner innerhalb 10 Tagen fast bis an die ägyptische Grenze zurückdrängen und weitere Siege folgten. Dadurch wurde Rommel zum General der Panzertruppe befördert und leitete eine Streitmacht von 10 deutschen und italienischen Divisionen. Sein Erfolg kannte keine Grenzen und nach der Gefangennahme von 30 000 britischen Soldaten wurde er zum Generalfeldmarschall befördert.

Rommels Erfolg war auch für die NS-Propaganda sehr hilfreich. Obwohl Nordafrika ein Nebenkriegsschauplatz war, wurde den kriegsmüden Deutschen ein Idol namens Erwin Rommel vorgestellt. Dadurch wurde er neben Hitler zum bekanntesten Mann Deutschlands. Sowohl seine Freunde wie auch seine Feinde hatten Hochachtung vor dem Feldmarschall.

Jedoch bald änderte sich die Lage des geschwächten deutschen Afrikakorps, denn die 3. britische Offensive begann. Rommel war aus gesundheitlichen Gründen nicht bei seinen Soldaten, die nur wenig Widerstand gegen die Übermacht leisten konnten. Es blieb ihnen nur noch der Rückzug, um den Rommel seinen Führer bat. Jedoch Hitler gab einen seiner typischen und starrsinnigen Durchhaltebefehle, den Rommel widerwillig, aber mit Rücksicht auf Disziplin, ausführte.

Doch bald sah Rommel keinen anderen Ausweg mehr und beschloss den Rückzug auf eigene Faust. Dabei geriet er in einen Zweifrontenkrieg und musste somit die Niederlage hinnehmen.

Er verspürte zum 1. Mal den Zorn des Führers, der mit einem Rückzug aus Afrika nicht einverstanden war. Er sagte dem eigentlich verehrten Führer öffentlich seine Meinung, was nicht üblich war bei Generälen der Wehrmacht. Rommel wurde aus Nordafrika abberufen und trotz der Niederlage blieb ihm sein Ruf als "Wüstenfuchs".

Am 15. Juli 1943 wurde Rommel zum Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B ernannt und er besetzte Norditalien. Am 6. Juni 1944 begann die Invasion der verbündeten Nationen.

Bald wurde ersichtlich, dass der jüngste Generalfeldmarschall seine Meinung über Hitler änderte und für ihn war klar, dass der Krieg beendet werden musste. Er wollte seine Beliebtheit nutzen, um einen Teilfrieden zu schließen.

Nach dem Attentat auf Hitler wurde auch Rommel verdächtigt, davon gewußt zu haben. Er wurde als "Hochverräter" von Hitler abgestempelt und durfte zwischen Freitod oder einer Verhandlung vor dem Volksgerichtshof wählen. Der tapfere Soldat wählte aus Rücksicht auf seine Familie den Tod, der als großes Volksbegräbnis von Hitler dargestellt wurde. Der ganzen Welt wurde vorgemacht, dass der großartige General einer Verletzung erlegen ist, in Wahrheit aber von seinem "Führer" kaltblütig ermordet wurde.

 

Ernst Udet
 
Auch der überzeugte Flieger Ernst Udet sollte zu Hitlers General werden und ihm behilflich sein. Udet wurde am 26.4.1896 geboren. Seine schulische Laufbahn war nicht sehr zufriedenstellend denn sein wahres Interesse galt der Fliegerei. Somit gehörten die Gebrüder Wright - denen 1903 der erste Motorflug gelungen - war zu seinen Idolen. Er betätigte sich auch selber im Bau von Flugzeugen. 

1914 beteiligte er sich im 1. Weltkrieg als Kraftfahrer und durfte später durch Beziehungen und Geld seines Vaters die Fliegerschule besuchen. Mit dem erworbenen Zivilflugschein beteiligte er sich im Wettkampf um die meisten Abschüsse. Er war sehr erfolgreich und mit dem 20. Abschuß erhielt er das "Pour le mérite" , was ihm den Eintritt in die militärische Oberklasse ermöglichte.

 
Nach dem Krieg konnte er seiner Leidenschaft nur schwer nachgehen, da der Versailler Vertrag strenge Regeln aufstellte. Jedoch Udet gab nicht auf und werkelte an eigenen Flugzeugen. 1922 konnte er seine Maschinen öffentlich zeigen, da sich die Vertragsbestimmungen gelockert hatten. 1926 begann Udet mit seiner Flugshow, welche die Mengen von Menschen verblüffte.

Der draufgängerische Flieger, dessen Show man nur mit "Udet flog" beschreiben konnte, hatte auch Probleme. Trotz der dauernden Fröhlichkeit konnte er ohne Unmengen von Alkohol nicht leben.

Neben seinen Kunstflügen wurde er auch durch Filme mit Leni Riefenstahl bekannt, z.B. "SOS Eisberg".

Da der Name Ernst Udet - der Fliegerheld des 1. Weltkrieges - wichtig war, warb Hitler ihn mit Versprechungen an. Um der Fliegerei Willen mußte Udet auch "mit dem Teufel paktieren"(Zitat S. 279 aus "Hitlers Krieger") was ihn dann 1936 zum Leiter des Technischen Amtes im Reichsluftfahrtministerium machte. Der unvernünftige Udet verlangte immer mehr Wagnis und Geschwindigkeit, was auch zu Abstürzen führte.

Sein Schreibtischberuf machte ihn ziemlich unglücklich, ebenfalls der ständige Kampf mit seinem Konkurrenten Erhard Milch. Auch die Vergrößerung der Luftwaffe brachte nicht den erhofften Erfolg, obwohl Hitler davon überzeugt war. Durch die Siege in Polen war man selbstbewußt und wollte nun gegen Frankreich und England vorgehen. Die Royal Air Force machte Hitlers Plänen einen Strich durch die Rechnung. Der Leiter Hermann Göring erlitt zahlreiche Verluste.

Zu dieser Zeit ging es Ernst Udet gesundheitlich schlecht. Durch seinen Alkohol- und Drogenmißbrauch wurde er in ein Sanatorium eingeliefert, was jedoch auf Dauer nichts brachte.

Sein Tod war durch zahlreiche Bemerkungen vorauszusehen. Er verabschiedete sich telefonisch bei seiner Lebensgefährtin und erschoß sich anschließend. Der gebrochene Mann ist nicht damit zurecht gekommen, daß er für die Nazis als Sündenbock herhalten mußte. Er wurde beschuldigt, für das Versagen der Luftwaffe verantwortlich zu sein. Somit endete das Leben eines leidenschaftlichen Fliegers, der "mit dem Teufel paktierte und sich von ihm fressen ließ".

Nach seinem Tod wurde das Drama "Des Teufels General" von seinem Freund Carl Zuckmayer geschrieben.

Manstein
 
   
Fritz Erich von Manstein wurde am 24. 11. 1887 in Berlin als Sohn einer preußischen Offiziersfamilie geboren. 1900 begann seine Soldatenkarriere mit der strengen Zucht des kaiserlichen Kadettenkorps. Leutnant Manstein musste die Kriegsakademie auf Grund des Kriegsausbruchs vorzeitig beenden. Wie viele seiner Kollegen ging er mit großer Begeisterung in den Krieg und nahm auch an etlichen Schlachten teil. Am 17. 11. 1917 wurde er von 2 Gewehrkugeln schwer verletzt. Die Niederlage im Krieg am 9. 11. 1918 war ein schreckliches und ernüchterndes Geschehnis.

Im Januar 1920 heiratete er Jutta Sibylle von Loesch und hatte 3 Kinder mit ihr.

Auf Grund seiner außergewöhnlichen fachlichen Begabung war er nicht sehr beliebt bei Ranghöheren und galt als arrogant.

Der unpolitische Soldat sah die Machtübernahme von Hitler als große Chance für ein starkes Heer. Somit befürwortete er die Diktatur und verschloß seine Augen vor den Konzentrationslagern und der Judenverfolgung. Seinen ersten Widerstand zeigte er gegen den "Arierparagraphen".

Manstein konnte sich zwar nie mit der NS- Ideologie anfreunden, jedoch als Experte war er für Hitler wichtig. Seinen Sitz in Berlin musste er 1938 aufgeben, er wurde auf das Drängen von Wilhelm Keitel nach Liegnitz (Schlesien) abgeschoben.

Der Generalstabschef arbeitete die Angriffspläne auf Warschau aus und die Angriffe auf England und Frankreich wurden besprochen. Ungefragt entwickelte Manstein einen Plan für die Westoffensive, die "Sichelschnitt"-Idee. Sie stieß bei Hitler auf Gefallen und setzte sich durch. Nachdem Manstein soviel für den Angriff auf Frankreich beigetragen hatte, wurde er von seinem Konkurrenten Franz Halder erneut kaltgestellt. Sein Plan war ein voller Erfolg und verhalf ihm zu einem genialen Ruf, obwohl er beim Blitzkrieg nicht dabeisein durfte.

Mansteins neue Aufgabe war es, die Krim mit Sewastopol zu erobern. Dies erforderte zahlreiche Verluste, aber der schlußendliche Erfolg hatte Mansteins Beförderung zum Feldmarschall zur Folge. In diesem Gebiet gab es zahlreiche Massenerschießungen, von denen Manstein jedoch nichts wissen wollte.

Eine weitere wichtige Aufgabe für Manstein war die Befreiung der 6. Armee. Er versuchte unzählige Male, Hitler von einem Rückzug zu überzeugen, jedoch der blieb stur bei seinen Ansichten. Manstein, der Bewegungskrieger, kam von nun an oft mit Hitler in Konflikt wegen dessen sturen Haltbefehlen. Deren bereits angeschlagene Beziehung war geprägt von gegenseitigem Misstrauen und auch Abneigung. Jedoch war Manstein noch zu notwendig um ihn beseitigen zu lassen.

Obwohl Manstein mit dem Verlauf des Krieges nicht zufrieden war, lehnte er jedes Angebot, bei einem Staatsstreich mitzuwirken, ab. Für ihn galt das Motto: "Preußische Feldmarschälle meutern nicht". (Zitat S. 157, "Hitlers Krieger")

Der Konflikt zwischen Hitler und Manstein wurde umso größer, je näher die Rote Armee von Stalin vorrückte. Schlussendlich musste der Generalfeldmarschall seinen Dienst niederlegen und tatenlos die Kapitulation miterleben.

Nach Kriegsende wurde Manstein verhaftet und gelang in britische Gefangenschaft. Nach 4 Jahren wurde er wegen Kriegsverbrechen angeklagt und zu 18 Jahren Haft verurteilt.

1953 wurde er aus gesundheitlichen Gründen entlassen. Er stellt seine Erfahrung und militärische Fähigkeit dem Heer zur Verfügung bis zu seinem Tod am 10.7.1973 (Gehirnschlag).

Canaris
 
Wilhelm Canaris wurde am 1. Jänner 1887 geboren und nahm am 1. Weltkrieg auf einem Kreuzer "Dresden" teil. Er wurde nach Spanien versetzt um dem Geheimdienst zu dienen. Durch zahlreiche Verdienste wurde er zum U-Boot-Kommandant ernannt. 

1935 stieß man auf der Suche nach einem geeigneten Chef des Geheimdienstes auf Canaris. Dieser hatte ein Gespür für solche Aufgaben und ließ Hilter zahlreiche, wichtige Informationen über seine Gegner zukommen. Trotz der aktiven Hilfe für die Nazis konnte sich Canaris nie für eine Seite entscheiden. Der tierliebende Admiral verurteilte den Krieg, da es das Aus für Deutschland bedeuten würde. Somit schwankte er auch immer zwischen dem Widerstand gegen Hitler und seiner Aufgabe als Geheimdienstchef. Durch den Angriff auf Polen war er enttäuscht vom Führer, obwohl er mit dem Krieg bedeutende Aufgaben erhielt.

 
Wilhelm Canaris wußte von den Kriegsverbrechen und machte Meldung davon, was jedoch keine Wirkung zeigte.

Immer öfters war Canaris im Kontakt mit Widerständlern wie Oster und Dohnanyi. Mit seiner Macht konnte er zahlreiche Juden – sie wurden für die Abwehr "dienstverpflichtet" – den Weg über die Grenze ermöglichen.

Das typische Kennzeichen des Admirals war, dass oft nicht ersichtlich war, welcher Front er gerade beistand. Oft war sein Enthusiasmus für Hitler groß, vielleicht um nicht aufzufallen. Canaris beteiligte sich auch persönlich an den Attentatsversuchen auf Hitler, die jedoch fehlschlugen.

Jedoch schlußendlich wurde ihm sein Widerstand zum Verhängnis. Bei einer Durchsuchung wurden Papiere beschlagnahmt, die bewiesen, dass er beim Widerstand mitarbeitete. Somit wurde er ins KZ Flossenbürg eingeliefert und einige Tage vor Kriegsende hingerichtet. Bei seinem Prozess hat er seine Schuld bestritten, bis fast zuletzt. Da hat er sich noch gegen Hitler entschieden und seine Mitschuld zugegeben.

 

 

Quellennachweis:

"Hitlers Krieger" – Guido Knopp

Encarta ´98

http://www.blauermax.de/index2.htm (Bild von Udet)

Begriffserklärung

Carl Zuckmayer war Schriftsteller und ein Freund von Ernst Udet. Nach dessen Tod schrieb er das Drama "Des Teufels General". Der Held "Harras" soll Udet verkörpern. Er wollte Flieger sein und wurde in die Machenschaften des Teufels verwickelt. Er erkennt seinen Fehler und stürzt sich in den Tod.

Erhard Milch, ehemaliger Baumeister der Lufthansa, arbeitet im Luftfahrtministerium und trotz anfänglicher Freundschaft wird er und Ernst Udet zu bitteren Konkurrenten. Erhard Milch gewinnt diesen heimlichen Zweikampf.

Hermann Göring, Reichsmarschall und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

Sichelschnittplan von Erich Manstein ausgearbeitet, soll Deutschland zum Sieg über Frankreich verhelfen, feindliche Heere sollen getrennt und ihr Rückweg abgeschnitten werden. Konzept für den "Blitzkrieg".

Franz Halder Generalstabschef, schiebt Erich von Manstein nach Stettin ab, da er sich hintergangen fühlt.

"Pour le merite" heißt "Für den Verdienst" und ist ein Abzeichen für 20 Abschüsse

Walter von Reichenau ist Befehlshaber der deutschen Wehrmacht

Aufmarschplan "Barbarossa", ist zur Vernichtung der sowjetischen Streitkräfte, einziges Risiko des Planes ist das Nachschubproblem

NSDAP "National sozialistische deutsche Arbeiter Partei"

Hans von Dohnanyi ist Reichsgerichtsrat, arbeitet für die Abwehr und sammelt Beweise für die Verbrechen von Hitler

Hans Oster ist Oberst in der Abteilung III (Spionageabwehr), aktiver Widerstandskämpfer