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Autor: Bal Ercan 1999
BIOGRAFIEN ÜBER EINIGE DER WICHTIGSTEN
MÄNNER IM NATIONALSOZIALISMUS

 
 

Hermann GÖRING Martin BORMANN
Rudolf HESS Erich LUDENDORFF
Josef GOEBBELS Paul von HINDENBURG
Alfred ROSENBERG  
Wenn man heute über Themen wie z.B. Judenverfolgung oder z.B. 2. Weltkrieg spricht, werden diese automatisch von den Meisten mit dem Namen Adolf Hitler verknüpft. Doch dieser regierte nicht allein, denn um sich herum sammelte er willige Helfer, die ihn verehrten und unterstützten
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Göring, Hermann

Reichsmarschall Hermann Göring, Oberbefehlshaber der Luftwaffe und Vorsitzende des Ministerrats für Reichsverteidigung, war nach Hitler der mächtigste Mann im Dritten Reich.
Im 1. Weltkrieg wurde Göring, damals im Rang eines Hauptmanns stehend, nach dem Tod des berühmten "fliegenden Barons", Kommandeur des Jagdgeschwaders Richthofen. Mit 20 Siegen im Luftkampf und als Träger des hohen Kriegsordens "Pour le Mérite" erwies sich Göring als fähiger Pilot und Mann mit Entschlußkraft.
Nach dem Waffenstillstand von 1918 schloß sich Göring einem der nationalistisch gesinnten Freikorps an und trat 1922 in die noch junge NSDAP ein. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurde Göring 1933 zum preußischen Innenminister ernannt. Er war es, der die ersten Konzentrationslager errichten ließ und die ursprüngliche Gestapo, die preußische Geheimpolizei,leitete. Wie er selbst einräumte, sah Göring seine Aufgabe nicht darin, Gerechtigkeit walten zu lassen, sondern zu vernichten und auszumerzen.

1933 übernahm Göring auch das Amt des Reichsluftfahrtministers, wodurch er die Kontrolle über die damals noch geheime Luftwaffe erhielt. Bei deren offizieller Gründung 1935 wurde er Oberbefehlshaber.

1936 wurde Göring Generalbevollmächtigter für die wirtschaftliche Seite der Kriegsvorbereitung. . Er ordnete die rücksichtslose Ausbeutung fremder Arbeitskräfte für die deutsche Rüstungsindustrie an und erteilte Heydrich die entscheidende Befehle zur Judenvernichtung Er hatte in dem Amt einigen Erfolg, doch ließ seine Effektivität während des Krieges nach.

Als Oberbefehlshaber der Luftwaffe und Generalfeldmarschall ab 1938 baute Göring die mit Abstand mächtigste Luftwaffe der Welt auf. Ihm mangelte es jedoch an Weitblick, um auch ihre weitere Entwicklung sicherzustellen, so daß die Alliierten Deutschlands anfänglichen Vorsprung nach und nach wettmachen konnten.

Trotz der Versprechungen, die Göring Hitler gemacht hatte, gelang es seiner Luftwaffe nicht, die in Dünkirchen eingeschlossenen alliierten Kräfte zu vernichten. In der Schlacht um England wurde der Handlungsspielraum der "Messerschmittpiloten" durch Görings Befehl, (sie sollten sich stets in der Nähe der Bomberformationen halten) , drastisch beschnitten, so daß sie weniger ausrichten konnten. Göring begriff auch nicht die Bedeutung der englischen Radarketten und blies die Angriffe auf Masten und Kontrollzentren gerade in dem Moment ab, als der völlige Ausfall des englischen Radarnetzes kurz bevorstand.Während der Schlacht um Stalingrad konnte Göring die Hitler gemachten Versprechungen wieder nicht erfüllen. Die Luftbrücke zur Versorgung der bedrängten 6. Armee erreichte nie das vom Reichsmarschall garantierte Ausmaß. Obwohl Göring die Gunst des Führers verlor, blieb er ihm treu. Im April 1945 sandte er eine Botschaft zum Berliner Bunker, in der er Hitler seine Ergebenheit versicherte und die Bereitschaft erklärte, das Kommando zu übernehmen, sollte er keine Bestätigung erhalten, daß der Führer noch am Leben sei. Hitler nahm sofort an, daß Göring seine Ablösung plante. Er schloß den einst mächtigen Reichsmarschall aus der Partei aus und befahl mit einer eitlen Geste dessen Verhaftung. Göring geriet in amerikanische Gefangenschaft. Wegen Kriegsverbrechen wurde er in Nürnberg vor Gericht (Nürnberger Prozesse) gestellt, wo die selbstbewußte und anmaßende Art und Weise, wie er sich verteidigte, die Fähigkeiten demonstrierte, denen er seine steile Karriere in der NS-Hierarchie verdankte. Weder das Leugnen jeder Schuld noch die Mißachtung des Gerichts konnten ihn vor dem Todesurteil retten. Es gelang ihm aber, der Schlinge des Henkers zu entwischen. Am Vorabend des Hinrichtungstages beging Göring Selbstmord.
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Hess, Rudolf

Bis zu seinem dramatischen Flug nach Großbritannien im Mai 1941 war Rudolf Heß zweiter Vorsitzender der NSDAP. Im 1. Weltkrieg hatte Heß im gleichen Infanterieregiment wie Hitler und später als Offizier in der kaiserlichen Luftwaffe gedient. Anfang der 20er Jahre schloß sich Heß der frisch gegründeten NSDAP an und nahm 1923 am Hitler-Putsch teil, dem Versuch, die bayerische und die Reichsregierung zu stürzen. Nach dessen Scheitern mußte er zusammen mit Hitler eine Festungshaftstrafe in Landsberg verbüßen. Es war Heß, dem Hitler sein Buch "Mein Kampf" diktierte. Nach der Entlassung aus der Haft spielte Heß eine führende Rolle beim Wiederaufbau der Partei, wurde Vorsitzender ihres Politischen Zentralkomitees und Obergruppenführer der SS.1933 wurde Heß in den Reichstag gewählt und zum Minister ohne Gschäftsbereich in Hitlers erstem Kabinett ernannt. Als stellvertretender Parteivorsitzender war er nach Hitler und Göring die Nummer 3 in der Parteihierarchie. Heß bewunderte Hitler wie einen Gott. Bei den Nürnberger Parteitagen der NSDAP war er es, der die Parteimitglieder zu immer größeren Lobpreisungen des Führers antrieb.
Heß mag Hitlers Einschätzung geteilt haben, daß ein Krieg zwischen England und Deutschland aus rassischen und geopolitischen Gründen unerwünscht sei. Am 10. Mai 1941 verblüffte er den Führer und die Partei mit seinem heimlichen Flug nach Schottland. Vielleicht wollte Heß mit seinem Flug einen Monat vor dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion einen diplomatischen Coup landen - Friedensschluß mit England und Abwendung des drohenden Zweifrontenkrieges. Die volle Wahrheit wird vielleicht nie ans Licht kommen. Die Engländer gingen nicht auf Heß' Friedensvorschläge ein und nahmen ihn in Haft. In Deutschland erklärte ein wütender Führer seinen ehemaligen Stellvertreter für verrückt. Bei den Nürnberger Prozessen wurde Heß, der bereits psychiatrisch untersucht worden war, 1946 wegen Verbrechen gegen den Frieden angeklagt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Bei seinem Tod am 17. August 1987 war er der letzte und viele Jahre lang einzige Insasse des Spandauer Militärgefängnisses.
"Rudolf Heß wollte1941 unter Einsatz seines Lebens den europäischen Frieden retten, ehe der
europäische Konflikt zum Zweiten Weltkrieg ausgeweitet wurde."Der "rechtsgerichtete Londoner Daily Expreß hat mit dem Abdruck einer Serie "Der Mann, den die Welt für alle Zeiten eingesperrt hat" eine neue Kampagne für die Freilassung von Rudolf Heß begonnen.
Der Verfasser, James Douglas-Hamilton, stützt sich weitgehend auf die bis dahin unbekannten Aufzeichnungen seines Vaters, des Herzogs von Hamilton, den Heß bei seinem Alleingang als wichtigen Verbindungsmann zur britischen Krone und zur Londoner Regierung für seinen Friedensplan einspannen wollte. Die treibende Kraft hinter der Heß-Mission war, wie Hamilton darlegt, der Berliner Geopolitiker, Diplomat und zeitweilige Berater Ribbentrops im Auswärtigen Amt, Professor Albrecht Haushofer." (Süddeutsche Zeitung 27.4.1971 dpa) Im Nürnberger Gefängnis las er am meisten: durchschnittlich zwei Bücher am Tag, von Edgar Wallace bis Rudolf Pechel. (Burton C. Andrus: "I Was the Nuremberg Jailer") Im Nürnberger Prozeß wurde er zu lebenslänglich Gefängnis verurteilt. Heß weigerte sich, irgendein Familienmitglied zu sehen. (Über ihn hat die "Hilfsgemeinschaft für Rudolf Heß" viel umfangreiches, lesenswertes Material herausgegeben.)

Dolomiten-Chefredakteur Dr. Josef Rampold kommentierte: 40 Jahre Rache - In Zusammenhang mit der Erinnerung an die Vollstreckung der Todesurteile im Nürnberger Prozeß ist auch der Sonderfall des Rudolf Heß zu sehen, der seit nunmehr über vierzig Jahren gefangengehalten wird - ein halbblinder Greis, der an der Schwelle zum Jenseits steht. - Gewiß, Hess war in einer entscheidenden Phase an unheilvollen Entschließungen der damaligen Reichsregierung beteiligt, aber gerade er war es, der in einem tollkühnen Alleingang - durch seinen Flug nach England - den Frieden herbeiführen wollte. Das dies nicht gelang, war nicht seine Schuld.
Aber während andere, die zuweilen sogar offen zur Gewalt aufrufen, den Friedensnobelpreis erhalten, nimmt die Rache an Hess kein Ende. Dabei muß gesagt werden, daß die deutsche Bundesregierung nichts unversucht gelassen hat, um den alten Mann den Seinen zurückzugeben; aus allen politischen Lagern haben sich Befürworter gefunden - aber von der Seite der Sowjetunion kommt seit eh und je das starre "Njet".
Da ist so viel vom Frieden die Rede, aber der Name Hess wird kaum je genannt. Und wer für den Frieden eintritt und diesen armen alten Mann nicht erwähnt, ist unglaubwürdig, in einer Zeit, in der Raubmörder und andere Verbrecher nach einer gewissen Zeit mit Gnade rechnen können. Der Fall Hess ist eine Schande für jene, die daran schuldig sind. (16.10.1986).Heß war der letzte Häftling im alliierten Kriegsverbrechergefängnis in Spandau. Er starb 1987.
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Goebbels, Joseph (29.10.1897 - 1.5.1945). 

 

Nach verschiedenen fehlgeschlagenen Bemühungen um eine berufliche Tätigkeit als Journalist und Schriftsteller schloß sich Goebbels 1925 der NSDAP an und brachte dort eine Zeitung heraus. Innerhalb der Partei gehörte er zunächst dem Kreise um Strasser an, wechselte jedoch dann zu Hitler. Von ihm wurde er 1926 zum Gauleiter der NSDAP ernannt, um das "Rote Berlin" für seine Pläne zu erobern. 1929 wurde er zum Reichspropagandaleiter ernannt. Obwohl er außer seinem ständigen Vortragsrecht bei Hitler kein direkten Zugang zur Macht hatte, gehörte er, als der Einfluß des Reichsleiters Bormann noch nicht so groß war, neben Göring zu den politisch einflußreichsten Männern des 3. Reichs. Er wußte sehr genau, daß das Regime jedes Opfer vom Volk verlangen konnte, wenn es ihm gelang, die Masse auf den Führer einzuschwören. Um Hitlers Macht mit einem raffiniertem Personenkult auszubauen, mischte er sich bei jeder Gelegenheit unters Volk und begab sich sogar in Obdachlosenheime. mit den Worten der französischen Revolution Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit zog er sogar Millionen Kommunisten auf Hitlers Seite. So gewann er vielleicht mehr Stimmen für die NSDAP als alle anderen Reichsführer zusammen. Goebbels setzte die Medien Funk und Film systematisch als Mittel der Propaganda ein. So verkündete er öffentlich : "Den Rundfunk werden wir in den Dienst unserer Idee stellen, und keine andere Idee wird zu Wort kommen."
Als begabter Redner erlangte er die völlige Kontrolle über das gleichgeschaltete deutsche Kulturleben.
1933 regte Goebbels die Produktion billiger Radiogeräte, der sogenannten Volksempfänger, in Millionenzahl an. So war dafür gesorgt, daß die Stimme der Partei in jedem Haus und an jedem Arbeitsplatz Gehör fand. Im März 1935 begründete er das erste reguläre Fernsehprogramm ("Unterhaltung ist die beste Propaganda" ) der Welt.
Unter Nutzung aller vorhandenen Medien formte das Goebbelsche Ministerium systematisch die öffentliche Meinung in Deutschland. In einem Film, der den Überfall auf Polen rechtfertigen sollte, wurden die Polen als brutale Untermenschen dargestellt, die eine moralische Gefahr für die deutsche Reinheit darstellten. Bis er schließlich verkündeter, daß das dt. Judentum aus dem öffentlichen Leben ausgeschaltet werden sollte. Höhepunkte seiner judenfeindlichen Aktivitäten war die von ihm organisierte Reichskristallnacht 1938.
Goebbels Propagandaministerium hatte eine Schlüsselrolle bei der Mobilisierung des deutschen Volkes für den Krieg. Nach der Katastrophe von Stalingrad rief Goebbels im Berliner Sportpalast den totalen Krieg aus, also den Einsatz aller menschlichen und materiellen Kräfte für den Kampf bis zum Tod.
Ab August 1944 hatte Goebbels als Generalbevollmächtiger für den totalen Kriegseinsatz umfassende Vollmachten. Erstmals sollte auch die Zivilbevölkerung in die Kriegsanstrengungen voll einbezogen werden. Frauen wurden bis zum Alter von 50 Jahren zwangsverpflichtet. Die Wochenarbeitszeit stieg auf 60 Stunden. Männer zwischen 16 und 60 Jahren wurden zum Volkssturm eingezogen.
Goebbels spielte auch eine wichtige Rolle beim Erhalt der Position Hitlers als Führer des Deutschen Reiches.
Nach dem gescheiterten Bombenattentat auf Hitler handelte Goebbels 1944 schnell und entschlossen, um die Macht des Führers in Berlin wiederherzustellen, und erteilte militärische Befehle in Hitlers Namen. Im letzten Kriegsjahr übernahm Goebbels die Aufgabe, Hitler bei vielen Anlässen persönlich zu vertreten. Er war es, der nach Bombenangriffen die Stätten der Zerstörung besuchte, eine Geste, die Hitler verweigerte. Anfang 1945, als die Rote Armee auf die Grenzen Ostpreußens zurückte, war die Stimmung in Deutschland von bösen Vorahnungen getragen. Angesichts der nahenden Katastrophe und des Mangels allerorten gab Goebbels den Spielfilm "Kolberg" in Auftrag. Das Projekt verschlang 90 Millionen Reichsmark und band Tausende von Soldaten, die als Komparsen mitwirkten. Das Thema des Films, der preußische Sieg über Napoleon, war darauf gemünzt, bei deutschen Zuschauern tiefe Gefühle auszulösen, doch zur Rettung des Reichs war es mit der Stärkung der Moral der Zivilbevölkerung nicht getan.
Als sich die sowjetischen Armeen nach Berlin durchkämpften, suchten Goebbels und seine Familie Zuflucht in Hitlers Bunker. Nach dem Selbstmord des Führers vergiftete Goebbels seine sechs Kinder und ließ sich und seine Frau von einem SS-Angehörigen erschießen. Ihre Leichen wurden mit Benzin übergossen und verbrannt.
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Rosenberg, Alfred

(1893-1946) Rosenberg war ab 1921 Chefredakteur des "Völkischen Beobachters", des Parteiorgans der NSDAP. Während der Haftzeit Hitlers trug er wesentlich zum Fortbestehen der NSDAP bei.
Rosenberg galt aufgrund seiner Schriften und Bücher, vor allem aufgrund von "Mythos des 20. Jahrhunderts" als der Chefideologe der Partei. Er bemühte sich um die Verbreitung der sogenannten Protokolle der Weisen von Zion.
Obwohl er seit 1941 offiziell Reichsminister für die besetzten Ostgebiete war, blieb sein Einfluß dort jedoch weit geringer als der Himmlers und Heydrichs.
Im Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher 1946 wurde Rosenberg zum Tode verurteilt und hingerichtet.
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Martin Bormann (17.6. 1900 - 2.5.1945).

 
Hitlers rechte Hand, die all seine Pläne in die Tat umsetzte, war Martin Bormann. Er war schon sehr früh bei der NSDAP tätig. Er wurde als Mitglied des Freikorps "Roßbach" wegen Beteiligung an einen Fememord 1924 zu einer 1-jährigen Haftstrafe verurteilt, wofür er in späteren Tagen von Hitler mit dem begehrten "Blutorden" belohnt wurde. 1927 trat er der NSDAP bei und arbeitete sich vom Hilfskassenverwalter zum Sekretär Hitlers auf, denn was den Führer an Fleiß, Beharrlichkeit und Organisationstalent fehlte, ersetzte Bormann für ihn. Bormann galt nach der Verringerung des Einflusses Görings und Himmlers als mächtigster Mann an Hitlers Seite. Kein Mensch kam zum Führer denn durch ihn, und fast alle Massenverbrechen und Grausamkeiten des NS-Regimes trugen in irgendeiner Form seiner Handschrift. So wirkte Bormann auch bei der Judenverfolgung mit. Vor Ausbruch des Krieges sorgte er dafür, daß alle Juden, Zigeuner und Angehörige der Ostvölker , die eine Freiheitsstrafe von mehr als 3 Jahren hatten, den Konzentrationslagern zur " Vernichtung durch Arbeit" zugeführt wurden. Um die "zarten Nerven" seines sonst keineswegs kleinlichen Führers zu schonen, ließ er die Grausamen Berichte Himmlers zur Judenvernichtung umschreiben und Begriffe wie "Liquidation" oder "Sonderbehandlung" mit "Durchschleusung" oder ähnlichen verharmlosenden Begriffen ersetzten.

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Erich Ludendorff (9.April 1865-20.Dezember 1937)

Er war Fachmann des Kriegshandwerkes, der den Erfordernissen des ersten totalen Krieges alle Politik unterordnete und aufgrund seiner (ab 1916) populären Machtstellung die Chance sah, Gesellschaft, Wirtschaft und Politik konsequent unter den Primat des Siegfriedens zu stellen.
1916 war er als 1. Generalquartiermeister neben Hindenburg mit der eigentlichen militärischen Gesamtleitung des Krieges betraut. Politisch wollte er, unter Mißachtung der Friedensresolution des Reichstages (Juli 1917) bis zum militärischen Zusammenbruch innere soziale und politische Reform durch Expansion ersetzen.
Er wurde 1918 auf Drängen des Reichskanzlers Prinz Max von Baden verabschiedet. Nach 1919 war er nur noch ein einflußloser Außenseiter auf dem völkischen Flügel der deutschen Rechten (Teilnehmer am Hitlerputsch 1923)

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Paul von Hindenburg

Paul von Hindenburg war (1847-1934), zweiter Präsident der Weimarer Republik, die Adolf Hitler zur Macht verhalf. Hindenburg wurde am zweiten Oktober 1847 in Posen (jetzt Poznan, Polen) geboren. Er schloss sich 1866 an die preussische Armee an und nahm während der folgenden fünf Jahre an sieben Krieg und am französich-preussischen Krieg teil. Er diente 40 Jahre in der deutschen Armee und wurde 1905 zum General ernannt.
Im August 1914,nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges,wurde er der Oberbefehlshaber der achten deutschen Armee an der russischen Grenze. Er und sein General Erich Ludendorff, ein Vorlagenstrategist, führten das deutsche Heer zu einem überwältigenden Sieg über die numerisch überlegenen russischen Truppen bei Tannenberg.
Hindenburg wurde zum Feldmarschal befördert, und 1916 folgte er Gen. Erich von Falkenhayn als Leiter des deutschen allgemeinen Personals. Mit Ludendorff an seiner Seite, organisierte er alle deutschen Kräfte. Im März 1917 wandte Hindenburg eine bestimmte Militärtaktik, die als " Zeile Hindenburg, " bekannt wurde, gegen die verbündeten Mächte an.
Nach dem Krieg zog sich Hindenburg von der Armee zurück. 1925 wurde Hindenburg zum zweiten Präsidenten der Republik gewählt, und obgleich er die deutsche Einheit suchte, förderte er die Interessen des Adels. Hindenburg ernannte, am 30.Januar, 1933 Hitler zum Kanzler. Hitler gewann bald die komplette Steuerung des Reichstag. Danach war Hindenburg nur noch eine "Spielfigur" in der deutschen Regierung. Er starb an Aug. 2, 1934.

 

 Quellenangabe: