| Hermann GÖRING | Martin BORMANN |
| Rudolf HESS | Erich LUDENDORFF |
| Josef GOEBBELS | Paul von HINDENBURG |
| Alfred ROSENBERG |
Reichsmarschall Hermann Göring, Oberbefehlshaber der Luftwaffe
und Vorsitzende des Ministerrats für Reichsverteidigung, war nach
Hitler der mächtigste Mann im Dritten Reich.
Im 1. Weltkrieg wurde Göring, damals im Rang eines Hauptmanns
stehend, nach dem Tod des berühmten "fliegenden Barons", Kommandeur
des Jagdgeschwaders Richthofen. Mit 20 Siegen im Luftkampf und als Träger
des hohen Kriegsordens "Pour le Mérite" erwies sich Göring
als fähiger Pilot und Mann mit Entschlußkraft.
Nach dem Waffenstillstand von 1918 schloß sich Göring einem
der nationalistisch gesinnten Freikorps an und trat 1922 in die noch junge
NSDAP ein. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurde Göring
1933 zum preußischen Innenminister ernannt. Er war es, der die ersten
Konzentrationslager errichten ließ und die ursprüngliche Gestapo,
die preußische Geheimpolizei,leitete. Wie er selbst einräumte,
sah Göring seine Aufgabe nicht darin, Gerechtigkeit walten zu lassen,
sondern zu vernichten und auszumerzen.
1933 übernahm Göring auch das Amt des Reichsluftfahrtministers, wodurch er die Kontrolle über die damals noch geheime Luftwaffe erhielt. Bei deren offizieller Gründung 1935 wurde er Oberbefehlshaber.
1936 wurde Göring Generalbevollmächtigter für die wirtschaftliche Seite der Kriegsvorbereitung. . Er ordnete die rücksichtslose Ausbeutung fremder Arbeitskräfte für die deutsche Rüstungsindustrie an und erteilte Heydrich die entscheidende Befehle zur Judenvernichtung Er hatte in dem Amt einigen Erfolg, doch ließ seine Effektivität während des Krieges nach.
Als Oberbefehlshaber der Luftwaffe und Generalfeldmarschall ab 1938 baute Göring die mit Abstand mächtigste Luftwaffe der Welt auf. Ihm mangelte es jedoch an Weitblick, um auch ihre weitere Entwicklung sicherzustellen, so daß die Alliierten Deutschlands anfänglichen Vorsprung nach und nach wettmachen konnten.
Trotz der Versprechungen, die Göring Hitler gemacht hatte, gelang es seiner
Luftwaffe nicht, die in Dünkirchen eingeschlossenen alliierten Kräfte
zu vernichten. In der Schlacht um England wurde der Handlungsspielraum der "Messerschmittpiloten"
durch Görings Befehl, (sie sollten sich stets in der Nähe der Bomberformationen
halten) , drastisch beschnitten, so daß sie weniger ausrichten konnten.
Göring begriff auch nicht die Bedeutung der englischen Radarketten und
blies die Angriffe auf Masten und Kontrollzentren gerade in dem Moment ab, als
der völlige Ausfall des englischen Radarnetzes kurz bevorstand.Während
der Schlacht um Stalingrad konnte Göring die Hitler gemachten Versprechungen
wieder nicht erfüllen. Die Luftbrücke zur Versorgung der bedrängten
6. Armee erreichte nie das vom Reichsmarschall garantierte Ausmaß. Obwohl
Göring die Gunst des Führers verlor, blieb er ihm treu. Im April 1945
sandte er eine Botschaft zum Berliner Bunker, in der er Hitler seine Ergebenheit
versicherte und die Bereitschaft erklärte, das Kommando zu übernehmen,
sollte er keine Bestätigung erhalten, daß der Führer noch am
Leben sei. Hitler nahm sofort an, daß Göring seine Ablösung
plante. Er schloß den einst mächtigen Reichsmarschall aus der Partei
aus und befahl mit einer eitlen Geste dessen Verhaftung. Göring geriet
in amerikanische Gefangenschaft. Wegen Kriegsverbrechen wurde er in Nürnberg
vor Gericht (Nürnberger Prozesse) gestellt,
wo die selbstbewußte und anmaßende Art und Weise, wie er sich verteidigte,
die Fähigkeiten demonstrierte, denen er seine steile Karriere in der NS-Hierarchie
verdankte. Weder das Leugnen jeder Schuld noch die Mißachtung des Gerichts
konnten ihn vor dem Todesurteil retten. Es gelang ihm aber, der Schlinge des
Henkers zu entwischen. Am Vorabend des Hinrichtungstages beging Göring
Selbstmord.
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Bis zu seinem dramatischen Flug nach Großbritannien im Mai 1941
war Rudolf Heß zweiter Vorsitzender der NSDAP. Im 1. Weltkrieg hatte
Heß im gleichen Infanterieregiment wie Hitler und später als
Offizier in der kaiserlichen Luftwaffe gedient. Anfang der 20er Jahre schloß
sich Heß der frisch gegründeten NSDAP an und nahm 1923 am Hitler-Putsch
teil, dem Versuch, die bayerische und die Reichsregierung zu stürzen.
Nach dessen Scheitern mußte er zusammen mit Hitler eine Festungshaftstrafe
in Landsberg verbüßen. Es war Heß, dem Hitler sein Buch
"Mein Kampf" diktierte. Nach der Entlassung aus der Haft spielte Heß
eine führende Rolle beim Wiederaufbau der Partei, wurde Vorsitzender
ihres Politischen Zentralkomitees und Obergruppenführer der SS.1933
wurde Heß in den Reichstag gewählt und zum Minister ohne Gschäftsbereich
in Hitlers erstem Kabinett ernannt. Als stellvertretender Parteivorsitzender
war er nach Hitler und Göring die Nummer 3 in der Parteihierarchie.
Heß bewunderte Hitler wie einen Gott. Bei den Nürnberger Parteitagen
der NSDAP war er es, der die Parteimitglieder zu immer größeren
Lobpreisungen des Führers antrieb.
Heß mag Hitlers Einschätzung geteilt haben, daß ein
Krieg zwischen England und Deutschland aus rassischen und geopolitischen
Gründen unerwünscht sei. Am 10. Mai 1941 verblüffte er den
Führer und die Partei mit seinem heimlichen Flug nach Schottland.
Vielleicht wollte Heß mit seinem Flug einen Monat vor dem deutschen
Überfall auf die Sowjetunion einen diplomatischen Coup landen - Friedensschluß
mit England und Abwendung des drohenden Zweifrontenkrieges. Die volle Wahrheit
wird vielleicht nie ans Licht kommen. Die Engländer gingen nicht auf
Heß' Friedensvorschläge ein und nahmen ihn in Haft. In Deutschland
erklärte ein wütender Führer seinen ehemaligen Stellvertreter
für verrückt. Bei den Nürnberger Prozessen wurde Heß,
der bereits psychiatrisch untersucht worden war, 1946 wegen Verbrechen
gegen den Frieden angeklagt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Bei seinem
Tod am 17. August 1987 war er der letzte und viele Jahre lang einzige Insasse
des Spandauer Militärgefängnisses.
"Rudolf Heß wollte1941 unter Einsatz seines Lebens den europäischen
Frieden retten, ehe der
europäische Konflikt zum Zweiten Weltkrieg ausgeweitet wurde."Der
"rechtsgerichtete Londoner Daily Expreß hat mit dem Abdruck einer
Serie "Der Mann, den die Welt für alle Zeiten eingesperrt hat" eine
neue Kampagne für die Freilassung von Rudolf Heß begonnen.
Der Verfasser, James Douglas-Hamilton, stützt sich weitgehend
auf die bis dahin unbekannten Aufzeichnungen seines Vaters, des Herzogs
von Hamilton, den Heß bei seinem Alleingang als wichtigen Verbindungsmann
zur britischen Krone und zur Londoner Regierung für seinen Friedensplan
einspannen wollte. Die treibende Kraft hinter der Heß-Mission war,
wie Hamilton darlegt, der Berliner Geopolitiker, Diplomat und zeitweilige
Berater Ribbentrops im Auswärtigen Amt, Professor Albrecht Haushofer."
(Süddeutsche Zeitung 27.4.1971 dpa) Im Nürnberger Gefängnis
las er am meisten: durchschnittlich zwei Bücher am Tag, von Edgar
Wallace bis Rudolf Pechel. (Burton C. Andrus: "I Was the Nuremberg Jailer")
Im Nürnberger Prozeß wurde er zu lebenslänglich Gefängnis
verurteilt. Heß weigerte sich, irgendein Familienmitglied zu sehen.
(Über ihn hat die "Hilfsgemeinschaft für Rudolf Heß" viel
umfangreiches, lesenswertes Material herausgegeben.)
Dolomiten-Chefredakteur Dr. Josef Rampold kommentierte: 40 Jahre Rache
- In Zusammenhang mit der Erinnerung an die Vollstreckung der Todesurteile
im Nürnberger Prozeß ist auch der Sonderfall des Rudolf Heß
zu sehen, der seit nunmehr über vierzig Jahren gefangengehalten wird
- ein halbblinder Greis, der an der Schwelle zum Jenseits steht. - Gewiß,
Hess war in einer entscheidenden Phase an unheilvollen Entschließungen
der damaligen Reichsregierung beteiligt, aber gerade er war es, der in
einem tollkühnen Alleingang - durch seinen Flug nach England - den
Frieden herbeiführen wollte. Das dies nicht gelang, war nicht seine
Schuld.
Aber während andere, die zuweilen sogar offen zur Gewalt aufrufen,
den Friedensnobelpreis erhalten, nimmt die Rache an Hess kein Ende. Dabei
muß gesagt werden, daß die deutsche Bundesregierung nichts
unversucht gelassen hat, um den alten Mann den Seinen zurückzugeben;
aus allen politischen Lagern haben sich Befürworter gefunden - aber
von der Seite der Sowjetunion kommt seit eh und je das starre "Njet".
Da ist so viel vom Frieden die Rede, aber der Name Hess wird kaum je
genannt. Und wer für den Frieden eintritt und diesen armen alten Mann
nicht erwähnt, ist unglaubwürdig, in einer Zeit, in der Raubmörder
und andere Verbrecher nach einer gewissen Zeit mit Gnade rechnen können.
Der Fall Hess ist eine Schande für jene, die daran schuldig sind.
(16.10.1986).Heß war der letzte Häftling im alliierten Kriegsverbrechergefängnis
in Spandau. Er starb 1987.
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Goebbels, Joseph (29.10.1897 - 1.5.1945).

Nach verschiedenen fehlgeschlagenen Bemühungen um eine berufliche
Tätigkeit als Journalist und Schriftsteller schloß sich Goebbels
1925 der NSDAP an und brachte dort eine Zeitung heraus. Innerhalb der Partei
gehörte er zunächst dem Kreise um Strasser an, wechselte jedoch
dann zu Hitler. Von ihm wurde er 1926 zum Gauleiter der NSDAP ernannt,
um das "Rote Berlin" für seine Pläne zu erobern. 1929 wurde er
zum Reichspropagandaleiter ernannt. Obwohl er außer seinem ständigen
Vortragsrecht bei Hitler kein direkten Zugang zur Macht hatte, gehörte
er, als der Einfluß des Reichsleiters Bormann noch nicht so groß
war, neben Göring zu den politisch einflußreichsten Männern
des 3. Reichs. Er wußte sehr genau, daß das Regime jedes Opfer
vom Volk verlangen konnte, wenn es ihm gelang, die Masse auf den Führer
einzuschwören. Um Hitlers Macht mit einem raffiniertem Personenkult
auszubauen, mischte er sich bei jeder Gelegenheit unters Volk und begab
sich sogar in Obdachlosenheime. mit den Worten der französischen Revolution
Freiheit - Gleichheit - Brüderlichkeit zog er sogar Millionen Kommunisten
auf Hitlers Seite. So gewann er vielleicht mehr Stimmen für die NSDAP
als alle anderen Reichsführer zusammen. Goebbels setzte die Medien
Funk und Film systematisch als Mittel der Propaganda ein. So verkündete
er öffentlich : "Den Rundfunk werden wir in den Dienst unserer Idee
stellen, und keine andere Idee wird zu Wort kommen."
Als begabter Redner erlangte er die völlige Kontrolle über
das gleichgeschaltete deutsche Kulturleben.
1933 regte Goebbels die Produktion billiger Radiogeräte, der sogenannten
Volksempfänger, in Millionenzahl an. So war dafür gesorgt, daß
die Stimme der Partei in jedem Haus und an jedem Arbeitsplatz Gehör
fand. Im März 1935 begründete er das erste reguläre Fernsehprogramm
("Unterhaltung ist die beste Propaganda" ) der Welt.
Unter Nutzung aller vorhandenen Medien formte das Goebbelsche Ministerium
systematisch die öffentliche Meinung in Deutschland. In einem Film,
der den Überfall auf Polen rechtfertigen sollte, wurden die Polen
als brutale Untermenschen dargestellt, die eine moralische Gefahr für
die deutsche Reinheit darstellten. Bis er schließlich verkündeter,
daß das dt. Judentum aus dem öffentlichen Leben ausgeschaltet
werden sollte. Höhepunkte seiner judenfeindlichen Aktivitäten
war die von ihm organisierte Reichskristallnacht 1938.
Goebbels Propagandaministerium hatte eine Schlüsselrolle bei der
Mobilisierung des deutschen Volkes für den Krieg. Nach der Katastrophe
von Stalingrad rief Goebbels im Berliner Sportpalast den totalen Krieg
aus, also den Einsatz aller menschlichen und materiellen Kräfte für
den Kampf bis zum Tod.
Ab August 1944 hatte Goebbels als Generalbevollmächtiger für
den totalen Kriegseinsatz umfassende Vollmachten. Erstmals sollte auch
die Zivilbevölkerung in die Kriegsanstrengungen voll einbezogen werden.
Frauen wurden bis zum Alter von 50 Jahren zwangsverpflichtet. Die Wochenarbeitszeit
stieg auf 60 Stunden. Männer zwischen 16 und 60 Jahren wurden zum
Volkssturm eingezogen.
Goebbels spielte auch eine wichtige Rolle beim Erhalt der Position
Hitlers als Führer des Deutschen Reiches.
Nach dem gescheiterten Bombenattentat auf Hitler handelte Goebbels
1944 schnell und entschlossen, um die Macht des Führers in Berlin
wiederherzustellen, und erteilte militärische Befehle in Hitlers Namen.
Im letzten Kriegsjahr übernahm Goebbels die Aufgabe, Hitler bei vielen
Anlässen persönlich zu vertreten. Er war es, der nach Bombenangriffen
die Stätten der Zerstörung besuchte, eine Geste, die Hitler verweigerte.
Anfang 1945, als die Rote Armee auf die Grenzen Ostpreußens zurückte,
war die Stimmung in Deutschland von bösen Vorahnungen getragen. Angesichts
der nahenden Katastrophe und des Mangels allerorten gab Goebbels den Spielfilm
"Kolberg" in Auftrag. Das Projekt verschlang 90 Millionen Reichsmark und
band Tausende von Soldaten, die als Komparsen mitwirkten. Das Thema des
Films, der preußische Sieg über Napoleon, war darauf gemünzt,
bei deutschen Zuschauern tiefe Gefühle auszulösen, doch zur Rettung
des Reichs war es mit der Stärkung der Moral der Zivilbevölkerung
nicht getan.
Als sich die sowjetischen Armeen nach Berlin durchkämpften, suchten
Goebbels und seine Familie Zuflucht in Hitlers Bunker. Nach dem Selbstmord
des Führers vergiftete Goebbels seine sechs Kinder und ließ
sich und seine Frau von einem SS-Angehörigen erschießen. Ihre
Leichen wurden mit Benzin übergossen und verbrannt.
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(1893-1946) Rosenberg war ab 1921 Chefredakteur des "Völkischen
Beobachters", des Parteiorgans der NSDAP. Während der Haftzeit Hitlers
trug er wesentlich zum Fortbestehen der NSDAP bei.
Rosenberg galt aufgrund seiner Schriften und Bücher, vor allem
aufgrund von "Mythos des 20. Jahrhunderts" als der Chefideologe der Partei.
Er bemühte sich um die Verbreitung der sogenannten Protokolle der
Weisen von Zion.
Obwohl er seit 1941 offiziell Reichsminister für die besetzten
Ostgebiete war, blieb sein Einfluß dort jedoch weit geringer als
der Himmlers und Heydrichs.
Im Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher 1946 wurde Rosenberg
zum Tode verurteilt und hingerichtet.
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Martin Bormann (17.6. 1900 - 2.5.1945).
Hitlers rechte Hand, die all seine Pläne in die Tat umsetzte,
war Martin Bormann. Er war schon sehr früh bei der NSDAP tätig.
Er wurde als Mitglied des Freikorps "Roßbach" wegen Beteiligung an
einen Fememord 1924 zu einer 1-jährigen Haftstrafe verurteilt, wofür
er in späteren Tagen von Hitler mit dem begehrten "Blutorden" belohnt
wurde. 1927 trat er der NSDAP bei und arbeitete sich vom Hilfskassenverwalter
zum Sekretär Hitlers auf, denn was den Führer an Fleiß,
Beharrlichkeit und Organisationstalent fehlte, ersetzte Bormann für
ihn. Bormann galt nach der Verringerung des Einflusses Görings und
Himmlers als mächtigster Mann an Hitlers Seite. Kein Mensch kam zum
Führer denn durch ihn, und fast alle Massenverbrechen und Grausamkeiten
des NS-Regimes trugen in irgendeiner Form seiner Handschrift. So wirkte
Bormann auch bei der Judenverfolgung mit. Vor Ausbruch des Krieges sorgte
er dafür, daß alle Juden, Zigeuner und Angehörige der Ostvölker
, die eine Freiheitsstrafe von mehr als 3 Jahren hatten, den Konzentrationslagern
zur " Vernichtung durch Arbeit" zugeführt wurden. Um die "zarten Nerven"
seines sonst keineswegs kleinlichen Führers zu schonen, ließ
er die Grausamen Berichte Himmlers zur Judenvernichtung umschreiben und
Begriffe wie "Liquidation" oder "Sonderbehandlung" mit "Durchschleusung"
oder ähnlichen verharmlosenden Begriffen ersetzten.
Erich Ludendorff (9.April 1865-20.Dezember 1937)
Er war Fachmann des Kriegshandwerkes, der den Erfordernissen des ersten
totalen Krieges alle Politik unterordnete und aufgrund seiner (ab 1916)
populären Machtstellung die Chance sah, Gesellschaft, Wirtschaft und
Politik konsequent unter den Primat des Siegfriedens zu stellen.
1916 war er als 1. Generalquartiermeister neben Hindenburg mit der
eigentlichen militärischen Gesamtleitung des Krieges betraut. Politisch
wollte er, unter Mißachtung der Friedensresolution des Reichstages
(Juli 1917) bis zum militärischen Zusammenbruch innere soziale und
politische Reform durch Expansion ersetzen.
Er wurde 1918 auf Drängen des Reichskanzlers Prinz Max von Baden
verabschiedet. Nach 1919 war er nur noch ein einflußloser Außenseiter
auf dem völkischen Flügel der deutschen Rechten (Teilnehmer am
Hitlerputsch 1923)
Paul von Hindenburg war (1847-1934), zweiter Präsident der Weimarer
Republik, die Adolf Hitler zur Macht verhalf. Hindenburg wurde am zweiten
Oktober 1847 in Posen (jetzt Poznan, Polen) geboren. Er schloss sich 1866
an die preussische Armee an und nahm während der folgenden fünf
Jahre an sieben Krieg und am französich-preussischen Krieg teil. Er
diente 40 Jahre in der deutschen Armee und wurde 1905 zum General ernannt.
Im August 1914,nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges,wurde er der
Oberbefehlshaber der achten deutschen Armee an der russischen Grenze. Er
und sein General Erich Ludendorff, ein Vorlagenstrategist, führten
das deutsche Heer zu einem überwältigenden Sieg über die
numerisch überlegenen russischen Truppen bei Tannenberg.
Hindenburg wurde zum Feldmarschal befördert, und 1916 folgte er
Gen. Erich von Falkenhayn als Leiter des deutschen allgemeinen Personals.
Mit Ludendorff an seiner Seite, organisierte er alle deutschen Kräfte.
Im März 1917 wandte Hindenburg eine bestimmte Militärtaktik,
die als " Zeile Hindenburg, " bekannt wurde, gegen die verbündeten
Mächte an.
Nach dem Krieg zog sich Hindenburg von der Armee zurück. 1925
wurde Hindenburg zum zweiten Präsidenten der Republik gewählt,
und obgleich er die deutsche Einheit suchte, förderte er die Interessen
des Adels. Hindenburg ernannte, am 30.Januar, 1933 Hitler zum Kanzler.
Hitler gewann bald die komplette Steuerung des Reichstag. Danach war Hindenburg
nur noch eine "Spielfigur" in der deutschen Regierung. Er starb an Aug.
2, 1934.
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