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von Thomas Klien
Ideologie der Nationalsozialisten
 

Mein Kampf(1925,1926):

Adolf Hitler schrieb seine Ziele in seinem Buch, während einer Gefängnisstrafe, und nannte seine Ideologie "Weltanschauung". Er versuchte "die Ziele unserer Bewegung klarzulegen", seine "Lehre" festzuhalten und das Grundsätzliche zu erläutern. "Mein Kampf" war die(!) wichtigste Informationsquelle für die Ideologie der Nationalsozialisten, der NSDAP und die Methoden, mit denen sie ihre Ziele zu verfolgen versuchten. Hitlers Weltanschauung hielt man für "Spinnerei" und schlechte Propaganda. An die Verwirklichung so gefährlicher Ideen, die zur Wirklichkeit wurden, wollte kein Mensch glauben. "Mein Kampf" blieb lange Zeit ein Ladenhüter, doch als es das Buch in jedem Deutschen Buchregal stand,hatte es kaum jemand gelesen- ein fataler Fehler, denn vieles, was später folgte, hätte man daraus entnehmen können.

 

Volksgemeinschaft:

Zitat: "Du bist nichts, dein Volk ist alles".

Die vordringliche Aufgabe des Volkes war die Volksgemeinschaft. Alle Sozialen- und Standesgegensätze wurden aufgehoben, alle Menschen im "deutschen" Reich hatte diesselben Verpflichtungen und alle sind dem Ziel verpflichtet. Ziel:

Erhaltung der Rasse=Kampfgemeinschaft.

Zitat: "Der völkische Staat hat in erster Linie seine gesamte Erziehungsarbeit nicht auf das Einpumpen bloßen Wissens einzustellen, sondern auf das Heranzüchten kerngesunder Körper. Erst in zweiter Linie kommt dann die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten. Hier aber wieder an der Spitze die Entwicklung des Charakters, besonders die Förderung der Willens- und Entschlußkraft, verbunden mit der Erziehung zur Verantwortungsfreudigkeit und erst als letztes die wissenschaftliche Schulung. "Hitlers Ziel war ein neuer "Volkskörper", eine Volksgemeinschaft der Starken, für "geistreiche Schwächlinge" und "Feiglinge" war kein Platz im 3.Reich.

 

Rassenideologie:

Rassismus und Antisemitismus waren wichtige Merkmale der Rassenideologie der Nationalsozialisten.

Hitler unterscheidet zwischen "Herrenrasse" und "Untermenschen", wobei er der arischen Rasse und hier besonders den Deutschen die kulturelle Führungsrolle zuschreibt. Dieser Rassegedanke ist eng verbunden mit dem Antisemitismus, der die Juden zur "Gegenrasse" degradiert, die nur darauf abziele, die deutsche Rasse zu ersetzen.

Der "Jude" galt als Feind, "Inkarnation des Bösen" und wurde als Erzfeind der Menschheit bezeichnet.Die Juden wurden beschuldigt für den Weltkapitalismus und Kommunismus.

Im NS-Parteiprogramm von 1920 hieß es:

"Staatsbürger kannn nur sein , wer Volksgenosse ist .Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rücksichtnhme auf Konfession. Kein Jude kann daher ein Volksgenosse sein.

Folglich müßten diese "Schmarotzer" und "Parasiten" ausgetilgt werden,was tatsächlich blutige Wahrheit wurde.

Sechs Millionen Juden gingen in den Verbrennungsofen der Konzentrationslager zugrunde.

(Darstellung der Herrenrasse folgt noch)

 

Führerprinzip:

Das deutsche Volk müsse sich einer Volks- und Kampfgemeinschaft zusammenwachsen, nur so kann eine neue deutsche Größe erkämpft werden.

Individualismus und Demokratie muß zwangsläufig verschwinden. In Hitlers Führerstaat war somit kein Platz für Gegner des nationalsozialistischen Regimes. Sämtliche trennende Elemente wie Parteien, Ideologien oder Konfessionen mußten aus dem Weg geräumt werden. Das gesamte politische Leben Deutschlands lag in den Händen Hitlers.

 

Die Rolle der Frau in der Ideologie des Nationalsozialismus:

 

Das nationalsozialistische Frauenbild war eigentlich kein Frauen- sondern ein Mutterbild .

Die Frau galt als ein naturbestimmtes Wesen. Daher sei "die Welt der Frau die Familie, ihr Mann, ihre Kinder, ihr Heim" .

"Das Eindringen der Frau in die Welt des Mannes" war für die Nationalsozialisten "eine Fehlentwicklung, die im Interesse der Frau wieder

rückgängig gemacht werden mußte.

Die Rückführung in den natürlichen Lebens- und Arbeitsbereich sollte aber nicht bedeuten, daß die Frau minderwertig ist.

Die Propaganda versuchte genau das Gegenteil zu vermitteln, indem die traditionelle Rolle der Frau nicht nur gutgeheißen, sondern gefordert und ideologisch überhöht wurde ."Denn gerade ihr Muttertum, die Fähigkeit zur Mutterschaft ist es, was eine Frau dem Manne gleichberechtigt und überlegen macht" .

In ihrer Verantwortung lag der biologische und der geistige Bestand des Volkes, da sie Zugang zu Jugend und damit zur Zukunft hatte

"Die deutsche Frau, wie wir sie uns denken, muß, wenn es die Lage des Volkes erfordert, verzichten können auf Luxus und Genuß, sie muß arbeiten können, geistig und körperlich gesund sein, und sie muß aus dem harten Leben, das wir heute zu leben gezwungen sind, ein schönes Leben machen können."

Das so von den Nationalsozialisten entworfene Frauenbild warf die Frauen hinter das bisher von der Frauenbewegung erreichte zurück. Die Frau sollte wieder unter die Herrschaft des Mannes gestellt werden.

Es wurden kleine, publikumswirksame Maßnahmen getroffen, um dieses Ziel zu erreichen.

Dazu gehörten zum Beispiel der Muttertag und die Stiftung des Mutterkreuzes 1938.

Am Beispiel des Mutterkreuzes wird sich deutlich zeigen, daß die Funktion der Frau in

Wirklichkeit nur noch darin bestand, Kinder zu gebären und dem Staat als

kostenlose Erzieherin "rassisch wertvollen", einsatzfähigem und gehorsamen

"Menschenmaterials" zu dienen Da nicht alle Frauen den propagierten Idealzustand als Mutter und Begleiterin des Mannes erreichen konnten, wurden für Frauen "arteigene" Berufe definiert.

Diese lagen vor allem im pflegerischen und fürsorgerischen Bereich.

Für das Verhältnis der Geschlechter zueinander und ihre Beurteilung galt das Prinzip "gleichwertig nicht gleichartig".

Hieraus leitete sich die "artgemäße" häusliche und außerhäusliche Arbeitsteilung ab .

 

 

Symbolik:

Das wohl am bekannteste Symbol der Nationalsozialisten ist das Hakenkreuz.

Dieses Symbol gehört zu den ältesten Symbolen der Kulturgeschichte.

Neben dem Sonnenrad und der Kreisscheibe versinnbildlicht dieses kosmische Zeichen die Sonne.

Nach dem 1. Weltkrieg wurde dieses Symbol von Freikorps-Kämpfern schon als politisches Signal benutzt: "Deutschland über alles!" Und von hier übernahm es die nationalsozialistische Bewegung.

Adolf Hitler gab diesem Symbol einen rassischen-politischen Sinn aufgrund seiner Bewegung.

In "Mein Kampf" schrieb Hitler: "die Mission des Kampfes für den Sieg des arischen Menschen und zugleich mit ihm auch der Sieg des Gedanken der schaffenden Arbeit, die selbst ewig antisemitisch war und antisemitisch sein wird."

Die Geschichte des Symbols der Nationalsozialisten, das Hakenkreuz, ist nicht zu Ende, obwohl es verboten ist und strafrechtlich verfolgt wird, dieses Zeichen zu benutzen. Jedoch wird es in anderen Ländern und Kulturen und Religionen weiterhin benutzt.

z.B. in Tibet wird die Brust der Toten nach wie vor mit einem Hakenkreuz geschmückt.

 

Quellennachweis:" Ein Volk , ein Reich , ein Führer", Band 1