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WIDERSTAND GEGEN DAS NS-REGIME IM 3. REICH

 

A Deutscher Widerstand

  1. Widerstand der Parteien (KPD; SPD)
  2. Die ROTE KAPELLE
  3. Kreis um C. F. Goerdeler und L. Beck
  4. Kreisauer Kreis
  5. Jugendgruppen: u.a.: T Die WEISSE ROSE

  6. T Die EDELWEISSPIRATEN
  7. Gruppe um C. S. Graf von Stauffenberg (OPERATION WALKÜRE)
  8. Selbsthilfe von Juden
  9. Attentate auf Hitler
  10. Widerstand der Kirchen
  11. Widerstand in Vorarlberg
 

B Widerstand in (besetztem) Europa

C Anhang (Quellenangaben)

 

A Deutscher Widerstand

  1. A Widerstand der Parteien
  2. KPD: Die KPD erkennt schon vor der Machtübernahme Hitlers die Gefahren, die vom Nationalsozialismus (NS) ausgehen, legt auch schon Waffenlager an, die Sozialdemokraten scheinen ihr jedoch bedrohlicher. Sofort nach der Übernahme beginnt die Partei mit antifaschistischer Propaganda, wird aber durch Massenverhaftungen am Tag des Reichstagsbrandes schwer geschädigt. Zunächst versucht die KPD durch noch legale Gewerkschaften mehr Einfluss auf Arbeiter in Betrieben zu bekommen, später arbeitet sie illegal im Untergrund weiter. Neben der ROTEN KAPELLE, der jedoch nicht nur Kommunisten angehören, existieren noch 5 weitere bedeutende Gruppen:
    Die Gruppen um:² Robert Uhrig in Berlin
    ² Theodor Neubauer und Magnus Poser in Thüringen
    ² Georg Schumann und Otto Engert in Leipzig
    ² Anton Saefkow, Franz Jacob und Bernhard Bästlein in Berlin
    ² Die kommunistische Partei Deutschlands (Opposition), die KPO

    Sozialdemokraten: Noch stärker als die KPD bereiten sich auch die Sozialdemokraten schon vor der Machtübernahme Hitlers auf eine Kampf gegen die Herrschaft des NS vor:
    v Organisationen zum Sperren von Straßen, zum Kappen von Telefonleitungen und zur Besetzung von Bahnknotenpunkten
    v Aufbau eines eigenen Funknetzes
    v Studentengruppen und Mitglieder der sozialistischen Arbeiterjugend stehen in Berlin zum Schutz der Partei bereit
    Wahlplakat der SPD zur Reichstagswahl vom 31. 7. 1932 als Propaganda gegen Hitler Nach der Übernahme veranstaltet die Arbeiterbewegung Massendemonstrationen, als die SPD verboten wird, druckt sie illegal die Zeitschrift "Blätter", bis auch diese auffliegt. In der Folge bauen die Sozialdemokraten wichtige Stützpunkte in Nachbarländern (Prag, Paris; London) auf, von denen aus Gelder, Flugblätter und Vervielfältigungsgeräte nach D gebracht werden.
     
    Wichtige Sozialdemokratische Organisationen:

    ROTER STOSSTRUPP: Er ist eine der frühesten Widerstandsgruppen (bestand seit 1932), ihm gehören v.a. sozialdemokratisch-linkssozialistisch orientierte Studenten, Jungarbeiter und Arbeitslose an. Der R.S. setzt sich mit Hilfe von Flugblättern und einer illegalen Zeitschrift für eine Einheitsfront außerhalb der Parteien gegen den NS ein. 1933 werden ca. 180 Mitglieder zu hohen Strafen verurteilt, ein kleiner Teil bleibt jedoch weiter bestehen, hilft den Familien der Inhaftierten und vermittelt Verstecke und Papiere an politische Flüchtlinge und Juden.

    NEU BEGINNEN: Diese Gruppe wird schon 1929 als leninistische Organisation (LO oder ORG) gegründet, Mitglieder sind v.a. kritische/aus der Partei ausgeschlossene Sozialdemokraten und Kommunisten. Sie bringt 1932 das Werk "Neu Beginnen" heraus und bekommt daher ihren Namen. Die Gruppe sammelt Berichte und Infos aus D und vermittelt sie ins Ausland. Ende 1935 und im Herbst 1938 wird sie durch Verhaftungswellen geschwächt, eine ca. 20-köpfige Gruppe setzt sich aber immer noch von der Exilzentrale aus für den Kontakt zu Widerstandsgruppen in D und für die Weiterführung selbstständiger NB-Gruppen im Ausland ein.

    SOZIALISTISCHE FRONT: Sie ist eine um den sozialdemokratischen Redakteur Werner Blumenberg, der schon 1932 Vorkehrungen für die illegale Arbeit trifft, entstandene Widerstandsgruppe, der mehrere 100 Menschen in den hannoveranischen Arbeiterwohngebieten angehören. Sie publizierte bis 1936 viele Ausgaben der "sozialistischen Blätter" dann werden über 250 Mitglieder verhaftet und verurteilt, mehr als 600 bleiben aber unentdeckt.

    SAP(Sozialistische Arbeiterpartei): Sie wird 1931 unter führender Beteiligung von Max Seydewitz und Kurt Rösenfeld gegründet und ist mit ca. 17000 Mitgliedern die größte sozialistische Gruppe. Ihr Ziel ist eine Einheitsfront von oben und von unten, sie hat aber interne Probleme. Bis Mitte der 1930er Jahre erfolgt die illegale Reichsleitung durch Walter Fabian, er koordiniert die Mitglieder. Die Organisation wird erst 1936/37 von der Gestapo aufgedeckt, größere Gruppen bis nach Kriegsende existieren nur in Berlin, Hamburg und Mannheim.

    ISK(Internationaler sozialistischer Kampfbund): Er geht 1925 als militant sozialistische Gruppe aus dem nach dem 1.WK gegründeten internationalen Jugendbund(IJB) hervor und umfasst ca.200 Mitglieder und 600-1000 Sympathisanten. 1933 wird mit dem Aufbau der Auslandsleitung in Paris unter Willi Eichler begonnen, im Inland wird die Organisation von Fritz Eberhard geführt. Es bestehen auch Gruppen in Amsterdam, Frankreich, Dänemark, der Schweiz und London. Die letzte unterstützt durch umfangreiche publizistische Arbeit den Widerstandskampf im Exil und in Deutschland, die Gruppe in der Schweiz(unter René Berthold) leistet Kurierdienste nach Deutschland und stellt Kontakte zur französischen Resistance her.

  3. A Die Rote Kapelle
  4. Diese Widerstandsorganisation funkt der UdSSR ab Beginn des Krieges eine Vielzahl von Mitteilungen über wirtschaftliche Maßnahmen, militärische Probleme und Personalangelegenheiten der deutschen Führung.
    Nicht alle Mitglieder sind Kommunisten, sie vereint die Ablehnung des Faschismus, Angehörige sind Offiziere, Beamte, Wissenschaftler, Künstler, Arbeiter, Angestellte, Soldaten, Marxisten und Christen. Hauptakteure sind u.a. der Oberregierungsrat im Reichswirtschaftsministerium Arvid Harnack und der Oberleutnant im Reichsluftfahrtsministerium Harro Schulze-Boysen.
    Die ROTE KAPELLE sieht in der Zusammenarbeit mit der Sowjetunion die einzige Möglichkeit, Deutschland und Europa vor einer dauernden Herrschaft des NS zu retten. Am 31. August 1942 stößt der Sicherheitsdienst bei der Aushebung einer kommunistischen Agentengruppe in Brüssel auf Unterlagen, die den Weg zur ROTEN KAPELLE weisen. Bevor ein Warnung möglich ist, werden die meisten Angehörigen verhaftet und auf Hitlers Weisung erhängt(erste Massenerhängungen am 22. Dezember: Ehepaar Schulze-Boysen, Arvid Harnack...).
    Das Beispiel der Roten Kapelle dokumentiert, dass Widerstand existierte, dessen Ausmaß weit größer war als angenommen.

  5. A Kreis um Carl Friedrich Goerdeler und Ludwig Beck
  6. Beide Personen bekleiden vor und auch anfangs nach der Machtübernahme einflussreiche Positionen im politischen und militärischen Bereich. Goerdeler ist ab 1930 Oberbürgermeister von Leipzig und gleichzeitig Reichskommissar für die Preisüberwachung, Beck gehört ab 1911 dem deutschen Generalstab an und arbeitet ab 1935 als Chef des Generalstabs des Heeres. Während Beck anfangs noch mit Hitlers Politik sympathisiert, ist Goerdeler gegen die Konzepte der NSDAP, arbeitet zu Beginn jedoch noch mit Hitler zusammen, da er meint, dessen Einstellung beeinflussen zu können. Einige Jahre später treten beide zurück, Goerdeler 1937, Beck 1938, und arbeiten von diesem Zeitpunkt an im Widerstand. Goerdeler fordert die Absetzung Hitlers und verfasst zahlreiche Denkschriften zur Staatsordnung von Deutschland nach der Diktatur. Sein Ziel ist die Restauration eines autoritären Staatswesens, in das Österreich, Polen und das Sudetenland miteinbezogen werden sollen. Beck soll nach der Entmachtung Hitlers das Amt des Staatsoberhauptes übernehmen. Goerdeler und Beck kommen in Kontakt mit anderen Widerständlern, wie z.B. mit dem ehemaligen Staatssekretär des Reichsfinanzministeriums Johannes Popitz, dem früheren Botschafter von Hassell, dem Ex-Landesgeschäftsführer der Christlichen Gewerkschaften Jakob Kaiser, dem früheren Gewerkschaftsführer, Abgeordneten und Innenminister von Hessen, Wilhelm Leuschner, sowie auch Claus Schenk Graf v.Stauffenberg. Nach dem missglückten Attentat vom 20. Juli 1944, an dem die Gruppe maßgeblich beteiligt ist, werden die meisten Angehörigen, auch Goerdeler und Beck verhaftet und hingerichtet.

  7. A Kreisauer Kreis
  8. Ab 1940 finden sich auf dem schlesischen Gut Kreisau sowie in München und Berlin Gruppen von Männern und Frauen aus unterschiedlichen sozialen Schichten und geistigen Traditionen um die Freunde James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg zusammen. Sie wollen sich durch Tagungen, Gespräche und Denkschriften auf die "Zeit danach", die Zeit nach dem NS vorbereiten. Sie arbeiten die Grundzüge einer geistigen, politischen und sozialen Neuordnung aus, später machen sie Überlegungen zu einzelnen Fragen der Politik und Verwaltung. Im Aufruf zur "sozialistischen Aktion" wird der Plan einer über den Parteien stehenden Volksbewegung zur Überwindung des NS entwickelt. Als Ergebnis der drei großen Zusammenkünfte des KREISAUER KREISES verfasst Moltke die "Grundsätze für die Neuordnung. Außerdem werden auf der 3. Tagung die Grundsätze einer "Bestrafung der Rechtsschänder", der Verbrecher des NS erarbeitet.
    Seit 1943 suchen verschiedene Mitglieder, die an der aktiven Verschwörung teilnehmen wollen den Kontakt zu Goerdeler, Beck und Graf v. Stauffenberg. Wegen dieser Verbindungen werden die meisten Mitglieder nach dem 20. Juli 1944 als Mitverschwörer angeklagt und zum Tode verurteilt.

  9. A Jugendgruppen
 
Sophie Scholl

"Mit mathematischer Sicherheit führt Hitler das deutsche Volk in den Abgrund. Hitler kann den Krieg nicht gewinnen, nur noch verlängern! Seine und seiner Helfer Schuld hat jedes Maß überschritten...Ein Verbrechertum kann keinen deutschen Sieg erringen. Trennt euch rechtzeitig von allem, was mit dem NS zusammenhängt." (Flugblatt der Weißen Rose)

 
 

Im Sommer 1942 findet sich an der Münchner Uni eine Gruppe um die Geschwister Hans und Sophie Scholl zusammen, zu ihnen gehören Willi Graf, Alexander Schmorell und Christoph Probst. Sie wollen ihre geistige Unabhängigkeit bewahren und sich der totalen Vereinnahmung durch den NS entziehen. Im Juni 1942 schreiben Hans Scholl und Alexander Schmorell, stark von ihrem Professor Kurt Huber geprägt, die ersten 4 Flugblätter der WEISSEN ROSE. Als sie im Winter 1942/43 von den sinnlosen Leiden und Opfern in der Sowjetunion bei der Schlacht von Stalingrad erfahren, rufen sie mit Wandparolen und 2 weiteren Flugblättern zum "passiven Widerstand" gegen Hitlers Kriegführung auf. Gleichzeitig bauen sie Kontakte zu anderen Gruppen (z.B. in Hamburg) aus. Am 18. Februar 1943 legen Hans und Sophie Scholl hunderte von Flugblättern in der Münchner Uni aus und werden dabei vom Hausmeister erwischt und der Gestapo übergeben. Ihr ethisch begründeter Appell an das Gewissen wird von den NS-Machthabern als politisches Schwerverbrechen angesehen. Die Geschwister Scholl und Christoph Probst werden noch am Tag ihrer Verurteilung, Willi Graf und Kurt Huber einige Monate später hingerichtet. In den folgenden Jahren werden noch viele weitere Menschen aus dem Umfeld der WEISSEN ROSE getötet.

DIE EDELWEISSPIRATEN:
 
  Die Gladbecker Jugendgruppe "Die Kittelbachpiraten"1936

Außerhalb der Hitlerjugend entstehen 1941/42 in vielen Orten des Ruhrgebietes, Sachsens und in anderen Industriezentren neue Jugendgruppen. Sie wollen dem eintönigen Dienst in der HJ entgehen und entwickeln ihr Selbstbewusstsein aus dem Gegensatz zu ihr. Die Gruppen nennen sich "Cliquen", "Blasen" oder "Horden" bzw. benennen sich nach ihren Treffpunkten, wie die "KITTELBACHPIRATEN" und gemeinsamen Abzeichen wie die "EDELWEISSPIRATEN". Die Mitglieder erkennen sich gegenseitig an unauffälligen Gemeinsamkeiten , z.B. Liedern, Kleidungsstücken, Abzeichen oder Grußformen. Ihre Aktivitäten: Sabotageakte, Schlägereien mit der HJ, Abhören alliierter Sender, Verbreitung von Flugblättern und Kontaktaufnahme zu ausländischen Zwangsarbeitern. In Ausnahmefällen kommt es zur Zusammenarbeit mit Widerstandskreisen der KPD und anderen Oppositionellen.
EDELWEISSPIRATEN werden bei Verhaftungen als "Verwahrloste" oder "Gemeinschaftsschädlinge" bezeichnet, dann in Arbeitserziehungs- oder Konzentrationslager verschleppt, von Gerichten zum Tode verurteilt oder ohne jedes Verfahren ermordet.
 
 
 
 
 

6. A Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg
 
Stauffenberg tritt 1930 in das Kavallerieregiment der Bamberger Reiter ein und ist zu Beginn des 3. Reiches durchaus noch mit Hitlers (v.a. Außen-) Politik einverstanden. Dessen Kirchenfeindlichkeit verletzt den Katholiken jedoch schwer, auch die Judenprogrome und die brutale Vernichtungspolitik kann er nicht gutheißen.

Claus Schenk Graf von Stauffenberg

 
Im Herbst 1943 wird Stauffenberg Oberst und kommt durch seinen Chef, Genera Friedrich Olbricht in Kontakt zu einem Widerstandskreis, der unter dem Decknamen "OPERATION WALKÜRE" einen Umsturz plant. Der Gruppe gehören viele namhafte Offiziere und Politiker an, z.B. der Generalmajor Henning von Tresckow, es bestehen enge Kontakte zu Goerdeler und Beck. Stauffenberg übernimmt die Aufgabe Hitler zu töten, da er seit dem 1. Juli 1944 als Stabschef beim Befehlshaber des Ersatzheeres direkten Zugang zu ihm hat. Stauffenberg weiß nicht, dass das von ihm durchgeführte Attentat gescheitert ist und wird zusammen mit Olbricht, dem Stabschef Major Albrecht und anderen noch am Abend des 20. Juli 1944 erschossen.

7. A Selbsthilfe von Juden

Die organisierte Selbsthilfe sicherte das physische und psychische Überleben vieler deutscher Juden und war damit eine bedeutende Widerstandsform. Am 13. April 1933 wird von den Vertretern aller wichtigen jüdischen Organisationen der "Zentralausschuss für Hilfe und Aufbau" gegründet. Er setzt sich u. a. für Auswanderungsunterstützung, Wohlfahrtspflege, Wirtschaftshilfe und Berufsumschichtung ein. Am 1. April 1935 wird der " Zentralausschuss der Reichsvertretung der deutschen Juden" angegliedert, welcher die Interessen der deutschen Juden gegenüber den Behörden des NS-Staates vertritt. Wichtige Arbeitsgebiete der Reichsvertretung sind die Ausbildung der Jugend und Umschulung der Erwachsenen, v.a. in für die Auswanderung besonders geeigneten handwerklichen und landwirtschaftlichen Berufen.
Sehr effektiv ist auch die im Oktober 1935 gegründete "Jüdische Winterhilfe" (die Juden wurden aus dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes ausgegrenzt), die bereits im Gründungsjahr 20% der jüdischen Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Heizmaterial und Kleidung unterstützt.

8. Attentate auf Hitler


Der berühmte Anschlag vom 20. Juli 1944 ist nur einer von über 40 Versuchen von Gegnern des NS-Regimes, Hitler zu töten. Die meisten scheitern jedoch an strengen Sicherheitsmaßnahmen und technischen Schwierigkeiten.

Einige fast erfolgreiche Attentate:

Ÿ Im November 1938 versucht der junge Schweizer Maurice Bavaud, Hitler mit einer Pistole zu erschießen, Passanten verstellen jedoch das Schussfeld.
Ÿ Zu Beginn des 2. Weltkriegs kann Johann Georg Elser im Münchner Bürgerbräukeller eine selbstgebaute Zeitbombe zünden, Hitler war jedoch früher gegangen.
Ÿ Henning von Tresckow und sein Adjutant Fabian von Schlabrendorff geben 1943 einem Begleitoffizier Hitlers auf dem Rückflug vom Hauptquartier der Heeresgruppe Mitte ein Päckchen mit einer als Cognacflasche getarnten Bombe mit, der Zünder aber versagt.
Ÿ Im März 1943 will Rudolf Freiherr von Gersdorff Göring und Hitler beim Besuch einer Beutewaffenausstellung durch eine Bombe töten, doch Hitler bleibt zu kurz; ein Attentat ist unmöglich.
Ÿ Der Versuch von Axel Freiherr von Bussche sich mit Hitler in die Luft zu sprengen, scheitert an einer Verletzung Bussches kurz vor dem geplanten Attentat.
Ÿ Am 20. Juli 1944 gelingt es Claus Schenk Graf von Stauffenberg in der Lagerbaracke des Führerhauptquartiers Wolfschanze einen Sprengkörper zu zünden; doch Hitler überlebt auch dieses Attentat.

 

 

Widerstand in (besetztem) Europa

Y Böhmen, Mähren, Polen: seit 1939 Untergrundkämpfer

Y Frankreich: seit 1940 "Resistance" Sabotageakte;
1942/43 kämpfen französische Widerständler in süd-französischen Wäldern
gegen die deutsche Wehrmacht und die Miliz des Vichy-Regimes;

Y Niederlande, Belgien: über Schweiz und Schweden Kontakt zu Großbritannien, Organisationen zur Unterstützung Verfolgter;
Beispiel: Amsterdam: von Nationalsozialisten provozierte Juden setzen sich zur Wehr, über 400 verhaftet ð Amsterdams Arbeiter treten in Solidaritätsstreik ein ð von SS blutig niedergeschlagen, 100 Einwohner Amsterdams werden mit Vorwurf, sie seien Kommunisten und Rädelsführer verhaftet;

  Y England: wichtigstes Zentrum des Widerstandes (viele Auslandszentralen deutscher Widerstandsgruppen), Verbindungen zur norwegischen Resistance;

Y Norwegen: Resistance stört durch Streiks und Sabotageakte (zusammen mit Großbritannien) die deutsche Rüstungsindustrie;

  Y Jugoslawien: Partisanenkrieg unter der Führung von Tito ð konnten Nachschub während Balkanfeldzug massiv behindern, in Kroatien müssen italienische Truppen verstärkt werden, in Serbien werden Widerstände von deutschen Truppen blutig niedergeschlagen;   Y Sowjetunion: 250000 Partisanen stehen bereit, sie werden durch die ROTE KAPELLE mit militärischen Infos versorgt;  

 

 

Bildquellen:
  1. Wahlplakat der SPD zur Reichstagswahl 1932
  2. Sophie Scholl: Gedenkstätte dt. Widerstand, Berlin
  3. Kittelbachpiraten: Hauptstaatsarchiv Düsseldorf/Wilfried Breyvogel
  4. Karikaturen aus der antifaschistischen Jugendzeitschrift "Kameradschaft" von 1937
  5. C. S. G. v. Stauffenberg: Gedenkstätte dt. Widerstand, Berlin
 

Literaturquellen:

  1. Lexikon des Widerstandes 1933-1945: Herausgeber: Peter Steinbach und Johannes Tuchel; Beck’sche Reihe; München 1994
  2. Widerstand im Dritten Reich: Ger van Roon; Beck’sche Reihe; München 1979
  3. Stationen 3: Floiger/ Ebenhoch/ Tschegg/ Tuschel; Verlag Ed. Hölzel; 1. Auflage 1991
  4. Encarta 97, Microsoft