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Vorgeschichte des 2. Weltkriegs
Der Zweite Weltkrieg
 von Michael Ammann
 

Der eigentliche Kriegsbeginn war am 1. September 1939 als Hitler einen vorgetäuschten Angriff auf Deutschland vereitelte und in Polen einmarschierte. Er hatte einigen seiner Soldaten befohlen sich von polnischer Seite aus, mit polnischen Uniformen bekleidet, einen Angriff auf deutsches Territorium zu starten um einen Grund zu haben, Polen anzugreifen. Er glaubte, dass die Westmächte dies einfach ignorieren würden, so wie sie dies zuvor schon bei der Besetzung der Tschechei getan hatten. Doch dieses mal irrte er sich, die Westmächte waren nicht mehr bereit Hitler gewähren zu lassen. Nach einem Ultimatum erklärten England und Frankreich Deutschland den Krieg.

 

Der Polen- Feldzug:

Hitler hatte sich für den Blitzkrieg entschieden, welcher ihm im Fall Polens den Sieg garantierte da die polnische Armee der deutschen bei weitem Unterlegen war und keine Chance gegen einen so übermächtigen Gegner wie Deutschland hatte. Hitler konnte am 6. Oktober die Niederschlagung jedes Widerstandes melden und hatte damit den Krieg gegen Polen gewonnen. Er hatte mit der Sowjetunion einen Nichtangriffspakt geschlossen und ihnen dafür einen Teil Polens versprochen, in den sie auch wenig später einmarschierte.

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Die Westfront:

Die Westmächte hatten Polen praktisch im Stich gelassen und außer ein paar Stosstruppen nichts zur militärischen Unterstützung Polens beigetragen. Im Frühling 1940 hatte England daran gedacht Norwegen zu besetzen um Deutschland die schwedische Erzzufuhr abzuschneiden, doch Hitler kam ihnen zuvor und hatte mit seiner Wehrmacht Dänemark und Norwegen besetzt.

Am 10. Mai hat Deutschland den Angriff auf Frankreich begonnen. Über die Niederlande und Belgien drangen deutsche Truppen in Richtung Frankreich vor. Auch dieses Mal wendete Hitler die Blitzkriegtaktik an um an sein Ziel zu gelangen und er hatte damit auch dieses mal wieder Erfolg. Am 22. Juni musste Frankreich einen Waffenstillstand unterzeichnen und eine Deutschland zugewandte Regierung bilden. Demnach war England nun allein gegen Hitler und seine Truppen. Doch England wollte nicht aufgeben und lehnte Friedensangebote Hitlers ab. Winston Churchill, der neue Ministerpräsident, wollte sich nicht geschlagen geben und wies die Briten an, sich auf einen langen Krieg vorzubereiten. Er hatte die Engländer davon überzeugt, dass es unbedingt nötig sei Hitler zu stoppen. Deutschland begann daraufhin mit den Vorbereitungen in England zu landen, wußte aber, dass dies nur möglich sein würde, wenn seine Fliegerkräfte die Lufthoheit über England erringen konnten. Doch diesmal verlor er, denn die englischen Flieger konnten die deutschen Flieger schlagen und so die Eroberung Englands verhindern. Als sich dann auch noch das Flugwetter verschlechterte, beschloss Hitler den Angriff auf England zu verschieben und erst im nächsten Frühjahr erneut anzugreifen. England konnte einen ersten Erfolg verzeichnen.

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Der italienische Einmarsch auf dem Balkan:

Italien, das mit Deutschland verbündet war, sah nun seine Chance auf einen militärischen Erfolg und marschierte in Griechenland ein, doch die Engländer begannen den Griechen zu helfen und Mussolini musste seine Truppen weit in albanisches Gebiet zurückziehen, woran auch der griechische Widerstand beteiligt war. Hitler war nicht sehr erfreut über diesen Alleingang Italiens, denn er musste nun den schwer angeschlagenen italienischen Truppen zu Hilfe kommen. Da Jugoslawien einen Bündnispakt mit Deutschland abgelehnt hatte, wurde dieses auch besetzt um weiter nach Griechenland vorstoßen zu können. Die Armeen Jugoslawiens und Griechenlands hatten den kriegserprobten Deutschen nichts entgegenzusetzen und wurden überrannt, die Briten konnten sich gerade noch zurückziehen bevor sie zu viele Verluste erlitten.

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Japan und der China Feldzug:

Japan, ein verbündeter Deutschlands, war schon seit 1937 mit China im Krieg und erkannte seine Chance den europäischen Krieg für sich zu nutzen. Amerika hatte an China wiederum großes wirtschaftliches Interesse und begann Japan mit Handelsbeschränkungen zu schaden, indem es z.B. ein Ausfuhrverbot für Metallelemente erließ. Japan griff daraufhin die US Streitkräfte in Pearl Harbour (Hawaii) ohne Kriegserklärung an und vernichtete fast die gesamte amerikanische Flotte. Dieser Angriff erfolgte am 7.12.1941. Amerika trat darauf hin in den Krieg ein, mußte aber am Anfang die Verluste einiger Inseln in Kauf nehmen. Japan hat es geschafft den gesamten indopazifischen Raum einzunehmen und unter eine Terrorherrschaft zu stellen. Auch Italien und Deutschland erklärten den Amerikanern den Krieg, obwohl sie nicht dazu verpflichtet gewesen wären. Die Amerikanern konnten die Inseln aber am Schluss des Krieges zurück erobern. Der Krieg im Pazifik stellte sich als sehr schwierig dar, weil die Japaner um jede kleine Insel hart kämpften. Die US-Streitkräfte errangen einen großen Erfolg, als es ihnen gelang, die japanische Flotte vernichtend zu schlagen [das war im Juni 1942 bei Midway (Inselgruppe im Pazifik)]. Die Japaner wurden immer mehr in ihren Raum zurückgedrängt, gaben aber erst mit dem Abwurf von zwei Atombomben (Hiroschima 6.8.1945 und Nagasaki 9.8.1945) auf.

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Der Afrika Feldzug:

Die Italiener hatten den Versuch gestartet, Ägypten zu erobern und waren wieder einmal gescheitert. Sie hatten versucht, den Engländern eine wichtige Nachschublinie abzuschneiden. Sie mussten wieder von deutschen Truppen unterstützt werden, welche bis kurz vor Alexandria vorstießen. Die Engländer erkannten die Gefahr und konzentrierten alle verfügbaren Truppen in diesem Gebiet. Schließlich gelang es ihnen die deutschen Truppen, unter Befehl von Rommel, zu schlagen. Rommel hatte einen Rückzug vorgeschlagen, doch Hitler hatte andere Pläne und Befahl den Angriff fortzuführen. Er hatte damit den Untergang des Afrikakorps besiegelt. Hitler war davon ausgegangen, dass seine Armee auch diesmal wieder siegt und seine Taktik sicherlich aufgehen würde, doch als die Amerikaner und die Briten in Tunis landeten, wurden die Verbündeten Italiens und Deutschlands in einen Zweifrontenkrieg gedrängt und mussten sich schließlich ergeben.

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Der Krieg zur See:

Nachdem die Deutschen ihr neues Wunderschiff Bismarck in einem dreistündigem Feuergefecht verloren hatten, war das Ende der deutschen Seemacht besiegelt. Sie konnten noch einige Erfolge mit Hilfe ihrer U- Boote erzielen, doch am Ausgang des Krieges konnten die deutschen Seestreitkräfte nichts mehr ändern. Auch der U-Bootkrieg brach im Mai 1943 zusammen.

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Der Luftkrieg:

Nachdem London von den Deutschen bombardiert worden war und mit neuen Waffen wie z.B. V1 und V2 große Schäden angerichtet worden waren, begannen im Juni 1943 massive Luftangriffe der alliierten Streitkräfte. Diese warfen über den großen Städten sogenannte Bombenteppiche ab, um die Zivilbevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen. Die deutsche Flak konnte die hoch fliegenden alliierten Bomber (z.B. B-25 Mitchell) nicht erreichen und die deutschen Jagdflugzeuge wurden durch die Besatzungen der britischen und amerikanischen Jäger stark dezimiert. Die Taktik der Alliierten ging auf, den Terror den die Bomber anrichteten war enorm.

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Die Ostfront:

Trotz des Nichtangriffspakts griff Hitler die Sowjetunion am 22.6.1941 an, ohne vorher den Pakt aufgelöst oder eine Kriegserklärung abgegeben zu haben. Dieses Verbrechen wurde als "Unternehmen Barbarossa" bekannt, sollte zum Untergang des 3. Reiches führen und war wohl der schlimmste taktische Fehler den Hitler machen konnte. Denn nach anfänglichen Erfolgen kam der Vorstoß der deutschen Truppen im Dezember vor Moskau zum stehen. Hitler wendet immer wieder die selbe Taktik an, er kreiste die Gegner mit einer Zangenbewegung ein und lies sie "Belagern" bis die Truppen ausgehungert waren. Doch das bemerkten die Kommandeure der Gegner schnell und benutzten es gegen ihn, wie z.B. in Stalingrad. Diese Schlacht stellt wohl die schlimmste Niederlage Hitlers im 2. Weltkrieg dar, dabei verlor er fast die gesamte 6. Armee was gleichzeitig den endgültigen Verlust des Russlandfeldzuges bedeutete. Die Deutschen waren nicht auf die Bedingungen in der Sowjetunion eingerichtet, als dann auch noch ein früher Winter kam war der Krieg bereits verloren. Es gab z.B. sehr große Schwierigkeiten mit dem Nachschub und die deutschen Soldaten waren zum Teil nicht einmal mit Winterbekleidung ausgerüstet. Die sowjetischen Truppen drängten ab 1943 die Deutschen wieder zurück nach Westen. Hitler hatte die Rote Armee bei weitem unterschätzt und hatte ihnen nun nichts mehr entgegen zu stellen.

 
 

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Italien:

Wenige Monate nach dem Stalingrad-Desaster landeten die Alliierten in Sizilien und schliesslich auch auf dem italienischen Festland. Das faschistische Regime wurde gestürzt und durch eine neue Regierung ersetzt. Deutschland besetzte daraufhin die italienischen Teile, die noch nicht unter Kontrolle der Alliierten waren und setzten eine faschistische Marionetten Regierung ein.

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Das Ende des Krieges:

Im Juni 1944 sind die Alliierten in der Normandie (Frankreich) gelandet, nachdem die italien Front sich immer mehr Richtung Deutschland bewegte. Hitler musste nun einen Dreifrontenkrieg führen. Ende 1944 hatte Hitler, außer Norwegen und Dänemark bereits alle Eroberten Gebiete wieder verloren. Im Frühling 1945 wurde ganz Deutschland von den Sowjet- und den Westtruppen besetzt. Am 2.5.1945 fiel Berlin, nachdem Hitler am 30.4.1945 bereits Selbstmord begangen und Admiral Dönitz zu seinem Nachfolger bestimmt hatte, welcher den später die Kapitulationserklärung Unterschrieben hat. Am 9.5.1945 war der Krieg in Europa vorbei und Deutschland wurde unter den Alliierten aufgeteilt. In Asien tobte der Krieg noch bis zum 2.9.1945 weiter.

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Bilanz:

In diesem Krieg starben Ungefähr 27 Mill. Soldaten und 25 Mill. Zivilisten, hinzu kamen noch jede Menge Vermisste, welche zu Teil bis heute nicht gefunden wurden.

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Zusammenfassung:

Dieser Krieg hatte fast die ganze Welt zerstört und vielen Menschen das Leben gekostet. Hitler und seine Helfer hatten es geschafft Europa in einen Haufen Asche zu verwandeln. Auch Japan hatte einen grossen Anteil an der Zerstörung von so vielen Menschenleben, doch sie mussten einen sehr hohen Preis dafür bezahlen, mit dem Abwurf der Atombombe hatte Amerika sich für sicherlich zu einem grossen Teil für den Angriff auf Pearl Habour gerächt.

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Die Atombombe:

Der Abwurf auf Hiroschima und Nagasaki kostete 78000 das Leben, 19000 wurden verletzt und 14000 galten als vermisst. Dies war der erste und letzte Kriegseinsatz von atomaren Waffen. Der Abwurf wurde den Amerikanern sehr oft vorgeworfen als nicht notwendig, vor allem der Abwurf auf Nagasaki wird als nicht berechtigt empfunden da die Japanische Regierung schon Kapitulationsabsichten gezeigt hatte. Die Nachwirkungen sind bis heute spürbar.

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Die Deutsche Rüstungsindustrie:

Hitler hatte durch seine Feldzüge erkannt wie wichtig eine überlegene Waffentechnik war und befahl immer bessere Flugzeuge, Panzer und Schiffe zu bauen. Am Schluss hatten Deutsche Techniker die modernsten Waffen erfunden und diese mit Hilfe von Zwangsarbeitern zusammen gebaut. Sie hatten die ersten Düsenflugzeuge entwickelt und mit den damals zu Verfügung stehenden Mitteln die bestmöglichen Ergebnisse erreicht. Doch die meisten Erfindungen kam entweder kaum oder gar nicht zum Einsatz, denn sie wurden erst am ende des Krieges entwickelt oder hatten schwerwiegende Konstruktionsmängel aufgewiesen, wie die Natter, ein Raketen getriebenes Flugzeug, welche schon kurz nach dem Start explodierte. Andere Fehlschläge gab es genug, z.B. in der Raketenforschung.

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Quellen:

Bertelsmann Universal Lexikon (1992)

Zeitbilder (Geschichtebuch) Autoren: Scheucher, Wald, Lein, Staudinger (2. Auflage, Nachdruck 1998)

Bildquellen: (noch nicht verfügbar)

 

Erklärungen:

Stosstrupps: Kleine Spezialeinheiten welche meist hinter den feindlichen Linien abgesetzt werden.

V1 und V2: Raketen getriebene Waffen die in der Mitte des Krieges entwickelt worden waren.

Blitzkrieg: Ein schneller Sieg mit Hilfe eines Überraschungsangriffes, welcher mit dem Unvorbereitetsein des Gegners rechnet und darauf abzielt ihn zu "Überrumpeln"

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© by Michael Ammann